Mittwoch, 29. Oktober 2014

Herbst Bergwoche 2014 – Zur Rossalm und zur Plätzwiese

Heute fuhren wir zum Brückele, nicht weit entfernt von Toblach, um zur Rossalm zu laufen und dann auf einem Höhenweg weiter zur Plätzwiese.

Vom Brückele zur Rossalm
"Vom Brückele zur Rossalm"
Auch im letzten Jahr waren wir hier gewesen um zur Rossalm und dann weiter zum Kleinen Jaufen aufzusteigen.

Der flache Forstweg im Tal verläuft zunächst gemütlich flach, steigt dann bald aber an, immer steiler werdend, bis man zum Verschnaufen auf eine Hochebene unterhalb der Rossalm kommt, bevor ein weiterer Anstieg zum Ziel führt.

Unterwegs kam uns der Wirt mit seinem Jeep entgegen und wir wechselten ein paar Worte. Auf der Alm angekommen gab’s erstmal wie gewohnt roten Schnaps zur Begrüßung.

Erste Station: Rossalm
"Erste Station: Rossalm"
Wir ließen uns Zeit für eine längere Pause, Reinhard sang seine Lieder, und von Tee bis Bier wurde alles mögliche getrunken.

Dann wanderten wir weiter auf einem herrlichen Höhenweg zur Plätzwiese. Eine Frau kam uns entgegen, die den Weg nicht weiter gehen wollte, weil er wohl an einer Stelle gestrichelt auf der Karte markiert war. Reinhard lud sie ein mit uns zu gehen. Ausser einem Drahtseil an zwei Stellen, eigentlich nicht wirklich nötig, ist der Weg absolut unproblematisch. Einigermassen schwindelfrei sollte man aber doch sein.

Auf dem Höhenweg zur Plätzwiese
"Auf dem Höhenweg zur Plätzwiese"
Der halbwegs sonnige Vormittag war in einen bewölkten Mittag übergegangen. Als wir auf einer Wiese rasteten trat aber wohlwollend die Sonne hervor. Die Aussicht war nicht sehr gut, aber immerhin vorhanden, z.B. hinunter zum Brückele und auf die Berge im Norden.

Weiter führte uns der Weg, bis wir schließlich die Alm auf der Plätzwiese vor uns sahen. Wir mußten dann aber noch ein Stück absteigen, bis wir um 14:40 Uhr dort eintrafen.

Auf der Plätzwiese
"Auf der Plätzwiese"
Die Sonne war wieder hervorgekommen und wir ließen uns vor der Hütte nieder zum Suppe löffeln oder Kuchen essen.

Am Nachmittag brachte uns ein Bus wieder hinunter zum Brückele, wo unsere Autos standen.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Herbst Bergwoche 2014 – Besteigung des Arzalpenkofel

Unsere erste Wanderung führte uns zunächst per Bus und Autos zum Kreuzbergpass, wo wir den dortigen Hausberg, den Arzalpenkofel besteigen wollten.

Berge am Kreuzbergpass
"Berge am Kreuzbergpass"
Ein steiler Anstieg entlang einer Skipiste führte uns bald in ein Wäldchen, vorbei am zugewachsenen Bärensee hinauf zu einer verlassenen Alm und dann weiter auf einen Grat, von dem wir einen guten Blick auf die Rotwand und einige weitere beeindruckende Dolomitengipfel hatten. Wir sahen auch Mauern und Bunker, die hier auf dem Grenzstreifen zwischen Südtirol und Italien in den beiden Weltkriegen entstanden sind.

Blau blau blau blüht der Enzian
"Blau blau blau blüht der Enzian"
Wir folgten nun einem Wanderweg, der zunächst leicht bergab führte, dann entlang des Arzalpenkofel zu dessen hinterer Seite vom Kreuzbergpass aus gesehen, schließlich steil aufwärts steigend uns stellenweise kleine Klettereinlagen abverlangte. Vorbei an einer weiteren stillgelegten Alm – die uns viel Gelegenheit gab über die Faulheit der Italiener zu lästern – ging es später weniger steil durch eine karge Felsenlandschaft auf den Gipfel, auf dem tibetanische Gebetsfahnen flatterten.

Beim Aufstieg auf den Arzalpenkofel
"Beim Aufstieg auf den Arzalpenkofel"
Das Wetter war bisher gut gewesen mit viel Sonnenschein, und auch auf dem Gipfel war es noch warm und angenehm, als wir uns zu Vesper, Gipfelmusik und Gipfelschnaps niederließen, aber um die gegenüberliegenden Dolomitengipfel hatten sich dunkle Wolken versammelt, die alsbald näher kamen. Dies war einer der Gründe warum wir einen sehr steilen Abstieg auf der anderen Seite des Berges wählten, als der von der wir aufgestiegen waren. Unsere Wanderführer hatten bereits vorausgesehen daß das schlechte Wetter eher hinter unserem Berg entlangziehen würde.

Blick vom Arzalpenkofel zum Kreuzbergpass
"Blick vom Arzalpenkofel zum Kreuzbergpass"
Der Abstieg war nicht nur sehr steil, sondern auch voller Geröll und verlangte Kraft in den Beinen und gute Konzentration. Die Gruppe zog sich etwas auseinander, einige hatten so ihre Schwierigkeiten. Dann war es aber nicht mehr so weit zurück zum Kreuzbergpass. Wir erreichten das dortige Hotel gerade als ein leichter Regenschauer einsetzte, und genossen unsere Rast dort mit Kaffee, Kuchen, Bier und Reinhards musikalischer Untermalung. 

Mit Abendessen, weiteren Bieren und Schnäpsen und mehr Musik beschlossen wir den Tag beim Kirchenwirt.

Samstag, 25. Oktober 2014

Herbst Bergwoche 2014 – Ankunft in Toblach

Am Morgen nach dem Frühstück beluden wir unseren Mondeo mit unserem Gepäck, dann verabschiedeten wir uns vom Hotel Bergcristall, in dem wir uns sehr wohl gefühlt hatten in der vergangenen Woche im Stubaital, und fuhren über den Brenner nach Italien.

Kirche in Aufkirchen
"Kirche in Aufkirchen"
Wie gewohnt verließen wir die Brenner-Autobahn bei Brixen und steuerten das Hochpustertal an. An Bruneck vorbei gelangten wir bald nach Toblach, kurz hinter der Abzweigung zum Pragser Wildsee gelegen, wo  letztes Jahr unsere Unterkunft für die Herbst-Bergwoche mit Hans Kammerlander gewesen war, und ließen uns von unserem Navi weiterführen zum kleinen Örtchen Aufkirchen ( Santa Maria ), wo direkt gegenüber der Kirche das Hotel Kirchenwirt liegt, das uns dieses Jahr als Unterkunft dienen sollte.

Hochpustertal bei Toblach
"Hochpustertal bei Toblach"
Da wir sehr früh angekommen waren mußten wir noch eine kurze Weile auf unser Zimmer warten. Wir ließen uns zu einer Kräuterlimonade auf der Terrasse nieder, bezogen dann unser Zimmer und brachen um 13:30 Uhr zu einer kleinen Rundwanderung auf, die uns über Ratsberg ( Monte Rota ) und dem dortigen Jörgerhof, wo wir eine Kaffee-Pause einlegten, nach Toblach führte und wieder zurück nach Aufkirchen.

Einige aus den letzten Jahren bekannte Mitwanderer waren bereits eingetroffen: Sylvia aus dem Saarland, Karin, Gerd und Klaus aus Berlin.

Kirche von Toblach
"Kirche von Toblach"
Die ganze Gruppe lernten wir dann um 19:00 Uhr kennen, mit dabei waren auch wieder Rolf und Inge aus dem Schwabenländle, sowie noch ein paar weitere Wanderer, insgesamt 14 in der Gruppe. Hans Kammerlander und sein musizierender Begleiter Reinhard begrüßten uns wieder herzlich, bevor es zum Abendessen ging. Ein Wander-Programm gab es dieses Jahr nicht, die Planung sollte sehr flexible und je nach Wetterlage durchgeführt werden.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Stubaital – zur Franz-Senn-Hütte

Das Wetter blieb unbeständig.

Oberissalm
"Oberissalm"
Wir fuhren bei Milders, einem Ortsteil von Neustift, auf einer schmalen Almstrasse ( die Franz-Senn-Strasse )in ein Seitental, das bei der Oberissalm endete. Hier parkten wir gebührenpflichtig ( 5 € pro Tag ) und begannen die 1 1/2-stündige Wanderung zur Franz-Senn-Hütte. Nach einem ersten Anstieg kamen wir zur Alpeiner Alm, die auf einem Plateau liegt. Von hier aus konnte man die Franz-Senn-Hütte schon sehen, die nach einem weiteren kurzen Anstieg an einem Wildwasser entlang zu erreichen ist.

Almidylle
"Almidylle"
Die Berge waren in Wolken gehüllt und zeigten sich nur manchmal, mit bereits angezuckerten Gipfeln, vom Tal her schoben sich immer wieder Nebelschwaden nach oben.

Auf der Franz-Senn-Hütte war schon einiges los, an diesem Samstag waren schon ein paar Wandergruppen eingetroffen und weitere im Anmarsch. Wir ließen uns nieder zu Speckbrot und einem ausgemacht leckeren Kaiserschmarren mit in Rum eingelegten Rousinen. Nach einer ausgiebigen Mittagsrast in der warmen Gaststube gings wieder talwärts.

Wanderung zur Franz Senn Hütte
"Wanderung zur Franz Senn Hütte"
An der verlassenen Alpeiner Alm setzten wir uns kurz in die nun mal aufgetauchte Sonne, die aber auch schnell wieder verhüllt wurde.

Zurück an der Oberrissalm kehrten wir dort nochmal ein zu Radler, Tee und Kuchen, bevor wir diese letzte Wanderung im Stubaital für dieses Jahr beschlossen und zum Hotel zurückkehrten, wo wir noch einmal den Wellnessbereich genossen, bevor es zum wie immer leckeren und reichhaltigen Abendessen ging.

Montag, 20. Oktober 2014

Stubaital – die Gletscherhöhle

Im Stubaital wurde diesen Sommer nach einem Jahr Bauzeit eine Gletscherhöhle geschaffen, die es dem Besucher erlaubt einen Gletscher von innen zu sehen.

Into the glacier
"Into the glacier"
Diese Gletscherhöhle liegt ein kleines Stück unterhalb der Gondelstation am Eisgrat und kostet 5 Euro Eintritt.

Da das Wetter zum Wandern wieder zu schlecht war fuhren wir zur Mutterbergalm und von dort mit der Bergbahn aufwärts in Nebel und zunehmendes Schneegestöber. Von der Gondel aus beobachteten wir eine Gemse, die von diesem Wetter unbeeindruckt schien. Von der Bergstation wanderten wir die paar Meter zum Eingang der Eishöhle, wo wir den Eintrittspreis löhnten.

Eisbogen
"Eisbogen"
Warm angezogen mit Bergschuhen und Mütze ausgerüstet betraten wir das Innere des Gletschers und staunten über das teils glasklare Eis, das uns überall umgab. An einer Stelle konnte man gut die Jahresschichten des Eises sehen, an einer anderen Stelle gab’s Mikroskopaufnahmen von Saharasand und Milben, die man an der Universität Innsbruck im Eis entdeckt hat. Die Temperatur im Gletscher beträgt konstant das ganze Jahr über 0 Grad, während sie draußen von –20 bis +15 Grad stark schwankt.

Weg durch den Gletscher
"Weg durch den Gletscher"
Beim Verlassen der Höhle unterhielten wir uns noch eine ganze Weile mit dem Ticketverkäufer, der auch Bergführer ist und sich gut auskannte mit Gletschern und dem Projekt zur Erschaffung dieser Höhle, für die man eine Randlage gewählt hat, wo der Gletscher nicht so schnell fließt – vielleicht 20 Zentimeter im Jahr – und sich auch keine Gletscherspalten befinden, so daß die Statik der Höhle nicht gefährdet ist, die dennoch ständig neu vermessen wird.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Stubaital – zu Sulzenaualm und Sulzenauhütte

Das Wetter war mäßig, stark bewölkt, aber zunächst ohne Niederschlag.

Grawa-Alm
"Grawa-Alm"
Wir fuhren zur Grawaalm und stiefelten zunächst zum Grawawasserfall, von man seine Lunge durch feinste Wasser-Aerosole reinigen lassen kann. Direkt neben dem Wasserfall führte uns ein steiler und sehr matschiger Pfad, glücklicherweise größtenteils mit Felsstufen und Holzstegen gut ausgebaut, an zwei Plattformen am Wasserfall vorbei gut 45 Minuten ansteigend zu einer Weggabelung, wo wir uns links hielten und nach etwa 15 weiteren Minuten ein Hochtal erreichten, in dem die Sulzenaualm liegt.
Troll an der Sulzenaualm
"Troll an der Sulzenaualm"
Das Tal ist von felsigen Steilhängen umgeben, gegenüber dem Eingang stürzt ein aus drei Gletschern gespeister Wasserfall in die Tiefe, oben rechts davon kann man die Sulzenauhütte sehen, die wie auch die Dresdner Hütte am Stubaier Höhenweg liegt, und die man nach einer weiteren Stunde Wandern erreichen kann.

Wir kehrten zunächst zu einem Tee in die Alm ein, dessen Besitzer überall originelle Schnitzereien angebracht hat. Das Türchen zum Garten vor der Hütte wird durch die Pfeife einer Holzfigur verschlossen, der Wanderstempel befindet sich am anderen Ende der Zunge eines Kobolds.

Nach dem Tee entschlossen wir uns trotz unbeständiger Wetterlage zum Anstieg auf die Sulzenauhütte.

Axel vor der Sulzenauhütte
"Axel vor der Sulzenauhütte"
Der Weg dorthin ist recht einfach zu gehen und so erreichten wir die Hütte gegen 13:00 Uhr, gute Zeit also für eine Brettljause. So gestärkt verließen wir die gut gewärmte Gaststube und machten uns um 13:45 Uhr wieder an den Abstieg. Die Sonne kam hin und wieder zum Vorschein und spendete etwas Wärme und freundliches Licht. Nach dem Abstieg zog es sich dann wieder zu und während wir die Sulzenaualm wieder erreichten setzte leichter Nieselregen ein, der uns bis zum Ende der Wanderung erhalten blieben würde.

Im Hochtal der Sulzenaualm
"Im Hochtal der Sulzenaualm"
Zunächst aber suchten wir Schutz in der Alm und tranken Kaffee, dazu gab’s einen saftigen Apfelstrudel. Als wir um 15:15 Uhr wieder aufbrachen gab’s zum Nieselregen etwas Sonnenschein, der das Tal mit seinen nassen Felsen in ein bizarres Licht tauchte.

Zum Abstieg wählten wir nicht den steilen Schlammpfad entlang des Wasserfalls, sondern einen angenehmer zu gehenden Umweg zum Parkplatz / Bushaltestelle Sulzenauhütte, von wo aus man die Grawaalm dann in 20 Minuten erreichen kann.

Freitag, 17. Oktober 2014

Stubaital – Ausflug nach Innsbruck

Der Mittwoch war verregnet, es regnete eigentlich den ganzen Tag lang, weswegen wir einen Ausflug nach Innsbruck unternahmen.

Stadtturm von Innsbruck
"Stadtturm von Innsbruck"
Wir fuhren mit dem Auto zum Talausgang, ließen dort die Autobahn aber links liegen und fuhren weiter über eine endlose Serpentinen-Straße, die uns zum Fuße der gewaltigen Europa-Brücke führte, die das ganze Tal überspannte und die Inntal-Autobahn Richtung Brenner führt.

Bald fuhren wir in den Talkessel von Innsbruck und parkten südlich der Altstadt in der Nähe der Triumphpforte. An der Annasäule vorbei spazierten wir zur Altstadt mit dem markanten Stadtturm und dem goldenen Dach.

Innsbruck
"Innsbruck"
Wir besuchten den Swarowski-Laden, bevor wir die Altstadt durchstreiften, später gab’s in einem Cafe in der Nähe der Annasäule einen kleinen Imbiss und was zu trinken. Danach sahen wir uns noch den Hofgarten an mit seinen beeindruckenden Bäumen, bevor wir bald schon wieder die Rückfahrt ins Stubaital antraten, diesmal ein Stück über die mautpflichtige Autobahn.

So ein Stadtbummel ist auch ganz schön anstrengend, insbesondere wenn man sich durch ein Meer von Regenschirmen kämpfen muß.