Samstag, 21. Oktober 2017

Wanderurlaub Herbst 2017 – Neunte Wanderung auf die Weisshornspitz

Da die Berge hier bei Wolkenstein recht stark beschneit worden waren beschloß Hans weiter nach Süden zu fahren, wo es wärmer sein und weniger Schnee liegen sollte.

Weisshornspitz
"Weisshornspitz"
Wir fuhren mit Hans‘ Oldtimer-VW-Bus, dem Hotelbus und Reini‘s PKW zur Autobahn, ein kurzes Stück bis Bozen, dann hinauf zum Joch Grimm (Passo Ocline), was ungefähr 1,5 Stunden dauerte. Dort schien die Sonne, es wehte ein eisiger Wind, die beiden Berge Weisshornspitz und Schwarzhornspitz waren auch mit etwas Schnee überzogen.
Zum Gipfel der Weisshornspitz
"Zum Gipfel der Weisshornspitz"
In einem Restaurant tranken wir einen Kaffee, Hans spielte mal wieder auf Zeit, um dem Schnee noch eine Chance zu geben etwas mehr wegzutauen. Dann stiegen wir an Richtung Weisshornspitz, querten rechts rüber zur Bergstation eines Sessellifts und stiegen dann sehr steil auf durch Latschen, über Geröll und Schnee. Alex hatte wegen ihres schmerzenden Knöchels nur ihre Halbschuhe an und war damit äußerst schlecht ausgerüstet für diesen schwierigen ( aber kurzen ) Aufstieg, auch manch anderer Teilnehmer war am Fluchen.
Herrliche Aussicht von der Weisshornspitz
"Herrliche Aussicht von der Weisshornspitz"
Wir erreichten den Gipfel um 11:55 Uhr, die Fernsicht war atemberaubend schön: zu Schlern und Rosengarten und rüber Richtung Meran. Rüdiger erklärte mir die Berge ringsum, aber das meiste konnte ich mir natürlich nicht merken.

Der Abstieg verlief problemlos über eine leichtere Route, dann ging es nach rechts zur Gurndinalm, die wir in etwa 20 Minuten erreicht hatten. Hier fanden wir ein sonniges warmes Plätzchen draußen und genossen eine schöne Mittagsrast mit herrlichem Bergpanorama, umringt von glücklichen Kühen.

Pfad von Weisshornspitz zum Jochgrimm
"Pfad von Weisshornspitz zum Jochgrimm"
Gegen 15:00 Uhr wanderten wir zurück zum Pass und traten die Heimfahrt an. Hans lud uns an der Autobahn noch zu einem Espresso ein, in unserem Bus herrschte eine äußerst ausgelassene Stimmung. Als wir am Hotel eintrafen, war Walther Lücker zu Besuch da, ein guter Freund von Hans und den meisten in der Gruppe bekannt; er hat für bzw. mit Hans einige seiner Bücher geschrieben.
Almidylle an der Gurndin Alm
"Almidylle an der Gurndin Alm"
Es wurde ein fröhlicher Abend mit Walther an unserem Tisch, vielen Witzen1 und später Zittermusik und Gesang von Reini.

1Was passiert mit einem Glühwürmchen, wenn man ihm Viagra gibt ? Antwort: es wird zur einer Stehlampe.

Freitag, 20. Oktober 2017

Wanderurlaub Herbst 2017 – Achte Wanderung auf die Stevia Hütte

Das Wetter heute war eher schlecht, es hatte bereits in der Nacht davor heftig geschüttet. Heute hingen die Wolken tief und es regnete leicht.

Über grüne Hügel in den Nebel
"Über grüne Hügel in den Nebel"
Wir wanderten vom Hotel los gleich steil bergauf durch Wald Richtung Stevia Hütte. Weiter oben verwandelte sich der Regen immer mehr in Graupel und später Schnee.

An einem Heiligenbild bogen wir links ab, bis wir über matschige Wiesen einen Hof erreichten. Hier herrschte erst mal einige Orientierungslosigkeit, eine kleine Straße führte uns dann zu einer Bushaltestelle, von der linker Hand ein Weg führte zum Refugio Juac.

Winterwanderung zur Stevia Hütte
"Winterwanderung zur Stevia Hütte"
Die Landschaft wurde immer winterlicher. Leicht ansteigend folgten wir einem Forstweg zur Hütte, die wir aber links liegen ließen. Dafür gab‘s einen Schluck Obstler aus Reini‘s Rucksack. So gestärkt stiegen wir nun an zur Silvesterscharte, in Serpentinen aufwärts auf eine Höhe von 2280 m, mittlerweile durch Schnee stapfend.

Der Abstieg hinter der Scharte war kurz und sehr rutschig im Schnee, dann kam der Gegenanstieg zur Stevia Hütte (2312 m), die wir bald im Nebel vor uns liegen sahen und um 12:20 Uhr nach drei Stunden Aufstiegszeit inklusive einem kleinen Umweg erreichten.

Hans und seine Wandertruppe im Schnee unterhalb der Silvesterscharte
"Hans und seine Wandertruppe im Schnee unterhalb der Silvesterscharte"
Immerhin hatten wir knapp 800 Höhenmeter bewältigt.

Nun war Zeit für eine ausgiebige Pause im Warmen. Ich bestellte mir erst einen heißen Tee, dann Käseomelette und ein Weizen, Alex ließ sich Holunderblütensaft und Gemüsesuppe schmecken. Reini packte die Zitter aus und Rolf ein paar Zettel mit Liedtexten, so daß wir bei einigen Liedern alle mitsingen konnten.

Ursprünglich war geplant über die Regensburger Hütte abzusteigen, Hans sprach mit dem Hüttenwirt, der uns aber bei diesen Schneeverhältnissen davon abriet.

Ankunft an der Stevia Hütte
"Ankunft an der Stevia Hütte"
Uns würde es bei jedem vierten Schritt auf den Hintern hauen, meinte er.

Wir wählten somit den Weg Nummer 17A, linker Hand um die Scharte, über die wir gekommen waren, herum, was sich als sehr angenehm erwies: viele Stufen, aber recht gut zu gehen bei winterlichen Verhältnissen. Merke: es lohnt sich immer den Hüttenwirt um Rat zu fragen wenn es um lokale Verhältnisse und Tips geht, wie man am besten wo hin kommt.

Mahlzeit auf der Stevia Hütte
"Mahlzeit auf der Stevia Hütte"
Wir hatten die Hütte um 14:40 Uhr verlassen, nachdem uns der Wirt noch eine Runde Zirpenschnaps ausgegeben hatte. Unten an der Bushaltestelle trafen wir auf den Besitzer des Hotels Rodella, der mit seinem Hund zur Regensburger Hütte unterwegs gewesen war. Er zeigte uns den richtigen Weg zum Abstieg und wir erreichten das Hotel um 16:45 Uhr.
Wolkenstein unter den Wolken
"Wolkenstein unter den Wolken"
Die nassen und schlammigen Schuhe ließen wir im Trockenraum, wir selbst suchten wieder die Sauna auf um uns nach dieser Winterwanderung wieder etwas aufzuwärmen, bevor es wieder zum leckeren Abendessen ging mit einem hervorragenden Vorspeisen-Buffet und einem herausragenden Desert diesmal: Schokoladentörtchen mit heißer Schokosoßen-Füllung, dazu eine Kugel Vanilleeis und etwas Schlagsahne.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Wanderurlaub Herbst 2017 – Siebte Wanderung auf die Cir Spitzen

Unsere erste Wanderung mit Hans Kammerlander und der Gruppe sollte uns auf die Cir Spitzen (Gran Cir, 2592 m) führen, eine Tour, die Alex und ich schon mal 2012 gemacht hatten

Auf dem Grüdner Joch
"Auf dem Grüdner Joch"
Der Tag begann mit sonnigem Wetter, die Berge lagen klar vor uns, von einigen Wolken eingerahmt.

Nach dem Frühstück ging es um 09:30 Uhr mit zwei Klein-Bussen und einem PKW zum Grödner Joch, ein Bus, der alte Bergrettungs-VW-Bus, wurde von Hans gefahren, während Ecki den Hotel-Bus fuhr. Von der Rifugio Alpino (2137 m), wo das Thermometer 4 Grad anzeigte, stiegen wir direkt auf und erreichten um 10:55 Uhr das erste Drahtseil.

Aufbruch zur Cir Spitze
"Aufbruch zur Cir Spitze"
Hans verteilte Seil-Sicherungen zum Einklinken für die, die sich unsicher fühlten. Dann begannen wir die Kletterpartie. Rosi, seine Partnerin, bildete die Nachhut.

Nach einiger Kletterei erreichten wir den Gipfel um 11:55 Uhr. Die Sonne schien warm, es ging kein Wind, die Sicht war einigermaßen gut; wir konnten den Sella-Stock sehen, Wolkenstein, wie auch die Puez-Gruppe. Alex und ich verteilten Bergkäse als Gipfel-Zehrung, den wir auf der Käsealm in den Hohen Tauern gekauft hatten.

Sella gesehen von den Cir Spitzen
"Sella gesehen von den Cir Spitzen"
Als wir abstiegen zog sich der Himmel zu und als wir die Kletter-Passage hinter uns hatten begann es leicht zu graupeln. Gutes Timing ist alles ! Wir stiegen ab zur Jimmy Hütte, die wir um 13:45 Uhr erreichten. Ein heißer Tee und ein Kaiserschmarren taten jetzt gut, während es draußen weiter graupelte.

Zum Berghaus Frara, wo die Autos geparkt waren, war es nun nicht mehr weit, um 16:00 Uhr waren wir wieder im Hotel, Zeit genug also, die hiesige Sauna mal auszuprobieren.

Montag, 16. Oktober 2017

Wanderurlaub Herbst 2017 – Fahrt nach Wolkenstein

Heute hieß es Abschied nehmen von der Familie Geisler und dem Krimmler Tauernhaus, in dem wir uns sehr wohl gefühlt hatten.

Parkplatz an den Krimmler Wasserfällen
"Parkplatz an den Krimmler Wasserfällen"
Die Lage zwischen den Bergen, einem Fluß und einem Wasserfall, die Abgeschiedenheit von Strassen und Städten, die Harmonie eines funktionierenden Familienbetriebs, all das ist was besonderes ! Zum Abschied bekamen wir eine Flasche Zirpenschnaps und eine Zirpen-Holzschale geschenkt.
Mit dem Taxi-Bus fuhren wir um 09:30 Uhr nach Krimml, die Fahrt dauerte etwa 45 Minuten. Wir luden unser Gepäck in unseren Mondeo, tankten nochmal voll mit preiswertem Österreich-Sprit, dann fuhren wir über den Gerlos-Pass Richtung Innsbruck. 210 km zeigte mein Navi an für die Strecke nach Wolkenstein.
Willkommen in Wolkenstein
"Willkommen in Wolkenstein"
Für 8,90 € erwarben wir unterwegs noch eine Autobahn-Vignette, dann ging es im Schritttempo über den Brenner: Baustellen, Pannen-Fahrzeuge und Maut-Stellen machen ein zügiges Fortkommen unmöglich. Für diesen Segen modernen Transportwesens zahlten wir dann noch 9,00 € Brenner-Maut und 4,00 € italienische Autobahn-Gebühr.
Nachdem wir bei Klausen von der Autobahn abgefahren waren ging es noch gut 20 km über eine Bergstrasse nach Wolkenstein, wo wir an dem Hotel Rodella so um 14:30 Uhr ankamen und unser Zimmer bezogen.
Hotel Rodella
"Hotel Rodella"
Später saßen wir im Foyer und tranken Kaffee, während nach und nach die Mitwanderer unserer Gruppe eintrafen, darunter viele Bekannte: Sylvia, Gisela, Rüdiger und Christl, Rolf und Inge, Rosi, Alois, Martina mit ihrer Schwägerin. Hans traf pünktlich um 19:00 Uhr ein zu Begrüßung und Sekt-Empfang, danach gab es T-Shirts, anschließend ein gutes Abendessen mit einem flotten und umsichtigen Service. Reinie würde erst morgen zu uns stoßen.
Die für morgen geplante Tour: Cir Spitzen.

Sonntag, 15. Oktober 2017

Wanderurlaub Herbst 2017 – Letzter Tag im Krimmler Tauernhaus

Der Tag begann mit Regen, endete mit Regen, und dazwischen regnete es. Immerhin: es schneite nicht hier unten auf 1600 m.

Schaukäsealm
"Schaukäsealm"
Lesen und Musik hören war angesagt, am Mittag spazierten wir zur Schaukäserei, die eine Gehstunde talaufwärts liegt. Dort bekamen wir ein Brettl mit drei Käsesorten vorgesetzt, sowie frisches Brot und Butter, was alles natürlich sehr lecker und frisch schmeckte. Anschließend zeigte uns der alte Herr der Alm die Käserei, in der jeden Morgen um sieben Uhr die Käseproduktion beginnt mit der frischen Milch der Kühe, die zuvor gemolken wurden.
Auf der Käsealm
"Auf der Käsealm"
Die Milch kommt zunächst in einen Kessel, der mit Holzfeuer erwärmt wird. Dann später wird die Käsemasse mit einem Tuch abgefischt und mit einer Winde zu einer Bank mit zwei Käsepressen befördert, dort kommt die Masse in zwei Formen, die mit Wasserdruck gepresst werden. Anschließend landen die Käse-Leiber in einem Salzbad, später dann im Lager, wo sie vor sich hin reifen und behutsam gepflegt werden: gewendet und mit Salzlauge eingepinselt.
Käsealm im Krimmler Achental
"Käsealm im Krimmler Achental"
Jeden Tag entstehen hier so zwei Käse-Leiber, aus 10 Litern Milch wird 1 kg Käse. Die Produktion ist um 11:00 Uhr beendet, dann wird noch gereinigt.

So über die Käse-Herstellung aufgeschlaut spülten wir die leckere Jause mit einem Schnaps herunter, kauften noch ein ordentliches Stück Bergkäse für die Wanderungen der nächsten Woche und traten den Rückweg zum Krimmler Tauernhaus an. Wir wurden von einigen Vieh-Transportern überholt. Für nächsten Montag ist Schneefall bis auf 1400 m angesagt, wie wir in der Alm erfahren hatten, weswegen nun eilig die Kühe ins Tal gefahren wurden. Also nix mit beschaulichem Almabtrieb.

Freitag, 13. Oktober 2017

Wanderurlaub Herbst 2017 – Sechste Wanderung nochmal zur Warnsdorfer Hütte

Krimmler Ache im Herbst 2017
"Krimmler Ache im Herbst 2017"
Heute bekamen wir nochmal einen Sonnentag geschenkt. In der Nacht zuvor hatte es allerdings bis auf 1600 m Höhe geschneit, so daß das Tal und die Berge ringsum heute morgen in weißer Pracht vor uns lagen und die Wanderung, die wir um 09:05 Uhr begannen fast schon den Character einer Winterwanderung hatte.
Gedenktafel in Winterlandschaft
"Gedenktafel in Winterlandschaft"
Eine Gipfeltour wollten wir bei den Schneeverhältnissen nicht wagen, also beschlossen wir uns den Krimmler Kees (Gletscher) mal bei Sonnenlicht anzuschauen und nochmal auf die Warnsdorfer Hütte zu wandern, eine Route, die wir nun schon kannten und als nicht sehr schwierig einstuften, da der Pfad hinauf gut ausgebaut war.
Winterwanderung im Achental
"Winterwanderung im Achental"
Um 10:50 Uhr hatten wir die Innerkees-Alm passiert und begannen mit dem 1,25-stündigen Aufstieg. Der Pfad war dünn mit Schnee bedeckt und an manchen Stellen etwas rutschig, wir hofften darauf daß die Sonne die Situation noch verbessern würde, bis es wieder an den Abstieg ging. Vor uns waren vier Holländer und noch eine Gruppe von vier jungen Männern unterwegs, so daß wir schon eine hübsche Spur hatten, der wir folgen konnten.
Verschneiter Aufstieg zur Warnsdorfer Hütte
"Verschneiter Aufstieg zur Warnsdorfer Hütte"
Um 11:25 Uhr standen wir auf dem Keesboden (2020 m), hier zweigt ein Pfad ab, der hinauf zur Birnlücke und Birnlückenhütte führt, die bereits in Südtirol liegt. Weiter stiegen wir an, überholten einen der Holländer, wurden unsererseits von drei jungen Leuten überholt, und erreichten die Hütte um 12:20 Uhr. Hier oben war es nun schon mächtig frisch, es blies ein kräftiger Wind und wir flüchteten uns gleich in die warme Hütte.
Zurück im grünen Achental
"Zurück im grünen Achental"
Nach Brettljause, Tee und Bier begannen wir um 13:30 Uhr mit dem Abstieg. Stöcke waren nun sehr hilfreich, der Abstieg aber ( wie immer ) weniger schwierig als gedacht; der meiste Schnee auf dem Pfad war nun hinweggetaut oder zu harmlosen Schneematsch geworden. Alex hatte Probleme mit einem Fuß, eine schmerzhafte Druckstelle machte ihr zu schaffen. Auf einer Bank legten wir eine Pause ein, kühlten den Fuß und bestaunten den Krimmler Kees. Dann ging es weiter bergab, um etwa 15:00 Uhr standen wir wieder unten an der Forststrasse und nahmen nun den knapp zweistündigen Rückweg zum Krimmler Tauernhaus in Angriff.

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Wanderurlaub Herbst 2017 – Fünfte Wanderung ins Windbachtal

Das Wetter sollte heute besser werden als ursprünglich vorhergesagt, der Tag begann zumindest sonnig, wenngleich stürmige Windböen durch das Tal fegten.

Morgenstimmung im Achental
"Morgenstimmung im Achental"
Wir schulterten also wieder unsere Rucksäcke und wanderten ins Windbachtal mit möglichen Zielen: Eissee oder Hohe Tauern. Nach einer halben Stunde bogen wir von der Forststrasse rechts ab, dann ging es durch Wald neben einem Wasserfall bergan. Das Licht an diesem Morgen war umwerfend, die Berge lagen klar vor uns, unter uns schlängelte sich der Windbach durch saftige Weiden.
Bäche und Berge
"Bäche und Berge"
Oben trafen wir wieder auf eine Forststrasse, die uns ins Windbachtal hinein führte zur Windbachalm. Leicht ansteigend führte uns nun der Drei-Länder-Weg tiefer ins Tal hinein, vorbei an einer Koppel mit Schafen, die uns schüchtern nachblickten. Während am Taleingang die Sonne schien und das Bergpanorama in ein klares Licht tauchte hingen hinten im Tal bereits dicke Wolken an den Gipfeln der Berge.
Wanderungs ins Windbachtal
"Wanderungs ins Windbachtal"
Um 11:40 Uhr erreichten wir nach 2,5 Stunden Gehzeit die Weg-Gabelung, von der aus man nach links auf die Hohen Tauern und nach rechts zum Eissee wandern kann, beide Ziele sind in 1,25 Stunden erreichbar; wir haben festgestellt daß die hier auf den Wegweisern angegebenen Gehzeiten sehr gut unserem Tempo entsprechen. Die Berge ringsum hingen in dunklen Wolken, wir beschlossen noch ein Stück Richtung Eissee aufzusteigen.
Wegweiser im Windbachtal
"Wegweiser im Windbachtal"
Der Pfad führte in Serpentinen immer steiler werdend an einer Felswand hinauf, aus der kleine Wasserfälle sich ins Tal ergossen.

Der stürmische Wind hatte nachgelassen je weiter wir ins Windbachtal eingedrungen waren, frischte jetzt aber wieder erheblich auf, je weiter wir nach oben kamen. Auf halbem Weg zum Eissee beschlossen wir umzukehren, die Witterung hier oben war gar zu feindlich.

Wieder unten im Tal suchten wir uns einen großen Felsen, in dessen Schutz wir die mitgebrachten Lunch-Pakete verzehrten. Dann stiegen wir weiter ab, hinter uns dunkle Wolken, vor uns immer noch Sonnenschein.

Schafe im Windbachtal
"Schafe im Windbachtal"
Die Bewölkung nahm aber über den Tag hinweg zu und als wir das Windbachtal verließen begann es leicht zu nieseln.

Um 15:20 Uhr waren wir wieder am Krimmler Tauernhaus, tranken eine Kräuterlimo oder ein Hefeweizen und begaben uns wie bisher jeden Abend wieder in den ansprechenden Wellness-Bereich zu Finnischer und Kräutersauna. Am Abend gab es leckeren Reh-Gulasch, dazu ein Rotwein-Cuvee aus dem Burgenland, dunkel und schwer, vorzüglich schmeckend.

Almidylle beim Krimmler Tauernhaus
"Almidylle beim Krimmler Tauernhaus"
Das junge Paar, das wir gestern beim Aufstieg auf die Richter-Hütte getroffen hatten ( und das aus Wien kam, wie wir erfuhren ), setzte sich mit an unseren Tisch, so daß wir heute etwas Gesellschaft hatten und erst später dazu kamen eine Runde ‚Siedler von Catan‘ zu spielen; mittlerweile steht es 3:2 für mich :-D