Sonntag, 7. Januar 2018

USA Süden 2017

Endlich, nach nunmehr einem dreiviertel Jahr,  ist er fertig, mein Reisebericht über unsere Reise in die Südstaaten der USA in 2017.

Hier nochmal ein Verzeichnis aller Blog Posts sowie eine pdf-Kopie zum Runterladen.

USA Süden 2017–Hinflug

USA Süden 2017–1. Tag, New Orleans

USA Süden 2017–2. Tag, New Orleans

USA Süden 2017–3. Tag, New Orleans

USA Süden 2017–4. Tag, New Orleans

USA Süden 2017–5. Tag, Abschied von New Orleans

USA Süden 2017–6. Tag, Mobile

USA Süden 2017–7. Tag, Mobile Bay

USA Süden 2017–8. Tag, Pensacola

USA Süden 2017–9. Tag, Pensacola National Naval Aviation Museum

USA Süden 2017–10. Tag, Pensacola Beach

USA Süden 2017–11. Tag, Mexico Beach

USA Süden 2017–12. Tag, Letzter Tag am Golf von Mexico

USA Süden 2017–13. Tag, Fahrt nach Huntsville

USA Süden 2017–14. Tag, U.S. Space and Rocket Center in Huntsville

USA Süden 2017–15. Tag, Lookout Mountain Parkway

USA Süden 2017–16. Tag, Chattanooga

USA Süden 2017–17. Tag, Fahrt nach Nashville

USA Süden 2017–18. Tag, Nashville

USA Süden 2017–19. Tag, Opryland Hotel in Nashville

USA Süden 2017–20. Tag, Natchez Trace Parkway Etappe 1

USA Süden 2017–21. Tag, Natchez Trace Parkway Etappe 2

USA Süden 2017–22. Tag, Natchez Trace Parkway Etappe 3

USA Süden 2017–23. Tag, Natchez Trace Parkway Etappe 4

USA Süden 2017–24. Tag, Natchez

USA Süden 2017–25. Tag, Noch ein Tag in Natchez

USA Süden 2017–26. Tag, Frogmore Plantation

USA Süden 2017–27. Tag, Houma

USA Süden 2017–28. Tag, Sumpf-Tour und Heimreise

Und hier nochmal der Link zu meinem Flickr-Album “USA South 2017” mit jeder Menge Fotos.

Freitag, 5. Januar 2018

USA Süden 2017–28. Tag, Sumpf-Tour und Heimreise

Und schon war er da – der letzte Tag unseres diesjährigen Amerika-Urlaubs.

Entering the boat for the swamp tout
"Entering the boat for the swamp tour "
Für heute hatten wir nochmal etwas auf dem Programm – nämlich eines Boots-Tour durch die Sümpfe südlich von New Orleans mit Alligator Annie’s Sohn, bevor uns abends um 20:00 Uhr ein Flieger zurück bringen sollte nach Deutschland.

Im Hotel packten wir also morgens alles in unsere Koffer und Handgepäck und räumten den Mietwagen aus, dann fuhren wir zum Bayou Delight Restaurant, wo um 10:00 Uhr unsere Boots-Tour beginnen sollte. Die Teilnehmer fanden sich nach und nach ein und schließlich auch unser Tour-Guide.

Floating flowers in the bajou
"Floating flowers in the bajou "
Wegen Hochwasser konnten wir hier am Steg nicht in ein Boot einsteigen, wir mußten also ein paar Meilen nach Osten fahren zu einer Rampe an einem Kanal. Dorthin kam Alligator Annie’s Sohn dann mit seinem Leichtmetall-Boot, in das wir alle hinein kletterten, und schon ging es hinaus auf einen Bajou durch ein Kanaltor, bei dem wir schon die Köpfe einziehen mußten. Noch mehr Hochwasser und die Sumpf-Tour wäre vermutlich gar nicht möglich gewesen.
Ship on Intracoastal Waterway
"Ship on Intracoastal Waterway "
Nach den vergangenen Regentagen hatte es heute aufgeklart und die Sonne schien; ein Grund warum wir diese Boots-Tour bis zu unserem letzten Tag hier verschoben hatten.

Vom Boot aus ließ sich die schöne Sumpflandschaft so richtig genießen. Oft glitt es gemächlich und fast geräuschlos übers Wasser und wir konnten Blumen und Vögel in Ruhe beobachten.

Heron in Mandalay National Wildlife Refuge
"Heron in Mandalay National Wildlife Refuge "
Wenn nötig oder sinnvoll konnte es aber auch mit atemberaubender Geschwindigkeit übers Wasser flitzen.

Überall sahen wir mystische Bäume behangen mit Spanischem Moos, kleine Inseln bestehend aus Blättern trieben vorbei, Felder von Wasserhyazinthen dümpelten am Ufer. Annie’s Sohn rief immer wieder nach ‘seinen’ Alligatoren mit Namen und Zusätzen wir ‘Come on, babe !”, doch zunächst wollte sich keiner sehen lassen.

Leaving the jungle in the swamp
"Leaving the jungle in the swamp "
Wir kreuzten den Intercoastal Waterway und begegneten dort einem Schiff. Annie’s Sohn gab sofort Gas und wir schlossen zu ihm auf, um es näher unter die Lupe zu nehmen. Anschließend kehrten wir zurück in die beschaulichen Gewässer des Mandalay National Wildlife Refuge, inspizierten einen Urwald, ein See von gelben Seerosen und einige Vögel.
First alligator approaching
"First alligator approaching "
Annie’s Sohn rief immer wieder nach seinen Alligatoren und schließlich tauchte der erste auf und näherte sich dem Boot und wurde sogleich mit Hühnchen-Fleisch an einer Stange gefüttert, womit er sich motivieren ließ aus dem Wasser zu springen, so daß wir ihn in seiner ganzen Pracht bewundern und fotografieren konnten. Bald gesellte sich noch ein kleiner Alligator zu dem Mahl dazu, so daß wir voll auf unsere Kosten kamen.
Feeding the first alligator
"Feeding the first alligator "
So voll von Eindrücken aus der Welt der Sümpfe kehrten wir am Mittag zur Anlegenstelle an der Highway 182 zurück, kletterten aus dem Boot, drücken Annie’s Sohn $ 20 pro Person in die Hand und verabschiedeten uns.

Wir fuhren zurück nach Houma, um noch etwas Zeit totzuschlagen und Kaffee zu trinken. Dann machten wir uns gemütlich auf die Fahrt zum Flughafen bei New Orleans, nahmen noch einen kleinen Umweg, hielten noch einmal an einem Markt neben der Highway gelegen, und langten dennoch etwas zu früh am Flughafen an. Es war 15:30 Uhr, als wir den Wagen bei Alamo abgaben.

Alex, Axel and Alligator Annie's son
"Alex, Axel and Alligator Annie's son "
Trotzdem verging die Zeit schnell und schon war es Zeit zum Einchecken. Als wir durch die Sicherheits-Kontrolle gingen wurde ich heraus gepickt: in meinem Rucksack befand sich eine Flasche Merlot, die wir für einen Freund zu dessen 50. Geburtstag gekauft hatten. Verdammt, an das Taschenmesser hatte ich gedacht, nicht aber an den Rotwein sowie eine Dose Sonnenmilch. Glücklicherweise gab mit die Sicherheitsbeamtin die Möglichkeit noch einmal zum Check-In Schalter zurück zu kehren und zu versuchen die Flasche dort in den Koffer zu bekommen.
New Orleans Airport
"New Orleans Airport "
Dort angelangt stellte ich fest daß unsere beiden Koffer aussortiert worden waren. “Haben Sie einen Schlüssel ?”, wurde ich gefragt und händigte meinen Kofferschlüssel aus. Die Sicherheits-Leute waren angewiesen sämtliche Koffer per Hand zu durchsuchen. Der Koffer meiner Frau wurde dann aufgebrochen, da ich sie nicht erreichen konnte und sie nicht nochmal durch den Sicherheits-Check wollte.
Car return in New Orleans
"Car return in New Orleans "
Zu meinem Koffer hin durfte ich aber nicht, also mußte ich die Flasche Rotwein in meinem Rucksack aufgeben. Ich raffte zuvor die paar Habseligkeiten, die ich im Flugzeug brauchen würde, wie Buch und Pullover, an mich und ging zum zweiten Mal durch den Sicherheits-Check, hinter dem meine Frau auf mich wartete.

So ging unsere USA-Reise also zu Ende, pünktlich verließ unser Flieger New Orleans und brachte uns am nächsten Morgen um 5:45 Uhr sicher zum Frankfurter Flughafen. Auch mein Rucksack mit einer unversehrten Flasche Merlot hatte es wohlbehalten geschafft !

Mittwoch, 3. Januar 2018

USA Süden 2017–27. Tag, Houma

Von Morgan City fuhren wir weiter Richtung Houma und begaben uns auf die Suche nach dem Bayou Delight Restaurant, das laut unserem Iwanowski-Reiseführer “USA-Süden” der berühmten, 2004 verstorbenen “Alligator Annie” gehörte, deren Sohn auch heute noch ansprechende Boots-Touren durch die Sümpfe anbietet.

Ships in green grass ?
"Ships in green grass ? "
Nachdem wir von der Highway 90 nach rechts abgebogen waren auf die 182 fuhren wir zunächst mal an einem unscheinbaren Bau vorbei, der sich dann doch als das gesuchte Restaurant entpuppte. Es schien verlassen, wir traten auf die Veranda zum dahinter liegenden Kanal hin mit den Schildern “Alligator füttern verboten” in der Hoffnung eben solche zu erspähen. Fehlanzeige. Immerhin hatten wir auf der Fahrt hierher bereits ein stolzes Exemplar entdeckt, das uns auf einer Pipeline liegend angrinste.
Alligator on the pipe
"Alligator on the pipe "
Als ich um das Haus herum ging zu einer zweiten Tür schrie meine Frau plötzlich auf und ich machte instinktiv einen Satz rückwärts. Vor mir lag ein kleinerer Alligator, bewegungslos, den Kopf bequem auf den Beton-Sockel gebettet, der zur Abgrenzung des Parkplatzes diente.

Da wir niemanden antrafen fuhren wir weiter nach Houma und dort zum Visitor-Center. Unterwegs mußten wir die ein oder andere überflutete Strasse benutzen.

Roads under water in MIssissippi Delta
"Roads under water in MIssissippi Delta "
Wie wir schon auf der Herfahrt bemerkten hatte der Mississippi mal wieder ziemlich Hochwasser; nach dem extremem Regenfällen gestern nicht wirklich überraschend.

Im Visitor-Center war uns eine nette Dame dabei behilflich eine Boots-Tour für morgen telefonisch bei Alligator Annie’s Sohn zu buchen. Als Unterkunft wählten wir das in unserem Reiseführer empfohlene Plantation Inn und reservierten auch telefonisch.

Books about Trump
"Books about Trump "
Nachdem wir uns in das elektronische Reisebuch des Visitor-Centers eingetragen hatten fuhren wir zum Plantation Inn, das sich als einfaches Motel entpuppte und nicht mehr ganz der Beschreibung unseres Reiseführers entsprach: nicht mehr modern, sondern eher etwas heruntergekommen, die gemütliche Bar war geschlossen.

Am Mittag fuhren wir zu einem nahe gelegenen Einkaufszentrum, durchstöberten einen Buchladen, tranken dort Kaffee und kauften noch ein paar Mitbringsel, u.a. jede Menge Tüten Beef Jerkey.

Swamp trail under water
"Swamp trail under water "
Später fuhren wir wieder in die Sümpfe zu einem Wanderpfad im Mandalay National Wildlife Refuge, der allerdings vollkommen unter Wasser stand. Wir statteten nochmal Alligator Annie’s Restaurant einen Besuch ab zu einem Drink; diesmal trafen wir dort Leute an.

Am Abend speisten wir bei Big AL’s, einem Restaurant gleich neben unserem Motel gelegen, recht rustikal und passable, wenn auch nicht der Brüller.

Sonntag, 31. Dezember 2017

USA Süden 2017–26. Tag, Frogmore Plantation

Am Morgen des 5. Juni 2017 verließen wir Natchez und fuhren zunächst nach Norden, den Mississippi überquerend, bis zur Frogmore Plantation, die wir besichtigen wollten.

Slave Barracks @ Frogmore Plantation
"Slave Barracks @ Frogmore Plantation "
Dort werden mehrere Touren angeboten, wir entschieden uns für die historische Tour “Cotton Then & Now”. Hier konnten wir viel lernen über die Zeit im vorigen Jahrhundert, als reiche Plantagen-Besitzer Sklaven hielten um das mühsame Geschäft des Anbau und vor allem der Ernte von Baumwolle ‘wirtschaftlich’ zu betreiben. In der Frogmore Plantation sind noch alte Hütten erhalten, in denen man sehen kann, wie die Sklaven früher lebten.
Cotton Plantation Foreman
"Cotton Plantation Foreman "
Diese Hütten waren nicht größer als das Geburtshaus von Elvis Presley und bestanden ebenfalls aus zwei Räumen; in jedem lebten bis zu fünf Sklaven.

Desweiteren konnten wir eine alte Baumwoll-Mühle besichtigen und lernten auch viel über die Verarbeitung von Baumwolle. In diesen Mühlen wurde sie gereinigt und schließlich zu Ballen gepresst, die dann auf Kutschen verladen und zu einem nahe gelegenen Kanal oder Fluß gebracht wurden; von dort ging es dann per Floß weiter zum Mississippi und dann nach Natchez.

Cotton Mill @ Frogmore Plantation
"Cotton Mill @ Frogmore Plantation "
Baumwolle wird auch heute noch hier angebaut. Die Pflänzchen auf den riesigen Feldern waren noch sehr klein, bei der Ernte, die heute von riesigen Maschinen geleistet werden, aus denen dann die fertigen Ballen heraus purzeln, konnten wir also leider zu dieser Jahreszeit nicht zuschauen.

Nach der Tour fuhren wir noch zu einer der modernen Baumwoll-Fabriken und warfen einen Blick hinein.

Frogmore Plantation Store
"Frogmore Plantation Store "
Wo früher hunderte von Sklaven schuften mußten bei Hitze und Moskitos erledigen heute Maschinen die meiste Arbeit.

Nach der Besichtigung der Plantation machten wir uns nun auf die lange Fahrt nach Süden Richtung Mississippi Delta, wo wir noch eine Boots-Tour durch die Sümpfe unternehmen wollten zum Abschluß unserer Reise durch die Südstaaten von Amerika.

Crossing Mississippi River @ Natchez
"Crossing Mississippi River @ Natchez "
Wir kamen durch Baton Rouge und kehrte dort in ein Waffle House ein zum Lunch. Anschließend setzten wir die Fahrt fort und wurden nun von schweren Regenfällen begrüßt. Die Welt schien unterzugehen.

Am Abend erreichten wir Morgan City und quartierten uns in einem Days Inn ein. Die Klimaanlage in unserem Zimmer war kaum in der Lage gegen die hier herrschende Feuchtigkeit anzukämpfen.

Lighthouse at the bridge in Morgan City
"Lighthouse at the bridge in Morgan City "
Die Suche nach einem passablen Restaurant gestaltete sich ebenfalls als schwierig. Die Lighthouse Bar am Atchafalaya River sah etwas dubios aus, dafür wurden uns hier im Licht der untergehenden Sonne ein paar großartige Fotomotive geboten mit alten Brücken und einem kleinen roten Leuchtturm.

Wir suchten weiter und fanden schließlich ein Restaurant in einem anderen Hotel, in dem wir zwar zu dieser Stunde die einzigen Gäste waren, aber noch etwas Vernünftiges zu essen bekamen.

Samstag, 30. Dezember 2017

USA Süden 2017–25. Tag, Noch ein Tag in Natchez

Arriving in Natchez-under-the-hill
"Arriving in Natchez-under-the-hill "
In Natchez gefiel es uns so gut, insbesondere das tolle Hotelzimmer, das wir ergattert hatten, wie auch die Beschaulichkeit dieser kleinen Stadt am Mississippi, daß wir unseren Aufenthalt hier einen weiteren Tag verlängerten.

Am Morgen spazierten wir nach Natchez-under-the-hill, das nicht weit entfernt von unserem Hotel ‘unten’ direkt am Ufer des Mississippi liegt. Die Strasse dorthin war momentan eine Sackgasse wegen Hochwasser.

Old Indian Mound
"Old Indian Mound "
Nur wenige alte Holzhäuser reihen sich hier aneinander. Zwischen 1820 und 1860 war dieser Ort ein geschäftiger und wohlhabender Umschlagplatz für Baumwolle und andere Güter, die hier von zahlreichen Dampfschiffen angeliefert wurden. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts verdrängte die Dampflok immer mehr die Schaufelrad-Dampfer und Natchez-under-the-hill wurde zu einem kleinen ruhigen Ort am Ufer des Mississippi.
City Of Natchez Sanitary Sewer
"City Of Natchez Sanitary Sewer "
Im Laufe des Tages besuchten wir nochmal das recht ansprechend gestaltete Visitor-Center, in dem man viel über die Geschichte von Natchez lernen kann, wie auch über das berühmte Sandbar-Duell, eines der bekanntesten Duelle in der Geschichte Amerikas, das mit Pistolen begann und mit einer Messerstecherei endete. Ausserdem besuchten wir das Grand Village of the Natchez Indians mit einem kleinen Museum und Grashügeln, die den Indianer früher als Grabhügel dienten.
Cotton display in Natchez Visitor Center
"Cotton display in Natchez Visitor Center
Am Abend spazierten wir abermals zu Natchez-under-the-hill und kehrten dort ein ins Magnolia Grill Restaurant. Wir bekamen noch einen Tisch in einer Art Wintergarten mit Blick auf den Mississippi, und genossen dort lokale Biere und gegrillten Thunfisch mit Krabbenfleisch und gebackener Süßkartoffel – ein wahrer Genuß an einem historsichen Ort wie diesen.
In a saloon in Natchez-under-the-hill
"In a saloon in Natchez-under-the-hill "
Anschließend kehrten wir in einen urigen Saloon ein, in dem es laut und rustikal zu ging, und tranken dort einen Whiskey bzw. den berüchtigten amerikanischen Martini, der uns eigentlich so gar nicht schmeckt. Beschaulicher ging es dann zu in der daneben gelegenen Bar, wo man draußen an einem Holz-Tresen direkt am Mississippi sitzend noch ein frisches Bier genießen konnte, während es dunkel wurde.

Freitag, 29. Dezember 2017

USA Süden 2017–24. Tag, Natchez

Am Morgen des 3. Juni 2017 unternahmen wir nach dem Frühstück im Natchez Grand Hotel einen Spaziergang entlang des Mississippi.

View to Mississippi River from Natchez Grand Hotel
"View to Mississippi River from Natchez Grand Hotel "
Der Trail führte von der Anhöhe, auf der das Hotel lag, hinunter zum Fluß und weiter zum Spiel-Kasino des Magnolia Bluffs Casinos. Schilder belehrten uns über die hiesige Flora und Fauna. Da die Einnahmen der Spiel-Kasinos, die sich auf Land befinden, ordentlich besteuert wurden, kam man alsbald auf den Trick Casinos als große Pfahlhäuser im Fluß zu errichten, um so der staatlichen Schröpfung zu entgehen.

Später fuhren wir zur Shopping Mall um noch einige Mitbringsl zu kaufen.

Welcome to Longwood
"Welcome to Longwood "
Ein heftiger Gewitterregen hielt uns zunächst im Auto fest. Die Wassermassen trommelten auf das Auto und Fluten ergossen sich über die den geteerten Parkplatz.

Am Mittag besuchten wir eine der beeindruckensten Antebellum-Villen, Longwood. Das zweistöckige Haus ist achteckig und verfügt über einen mindestens dreistöckigen Turm in der Mitte mit einem roten Zwiebeldach. Leider wurde das Haus nie fertiggestellt, denn der Bürgerkrieg führte zur Blockaden des Mississippi und damit zum finanziellen Bankrott der Plantagen-Besitzer.

Leaving Longwood
"Leaving Longwood "
Wir nahmen an einer Führung teil. Die unteren Räume waren so weit fertiggestellt und möbliert, und wir hörten allerlei Geschichten über die Familie, die hier lebte, und das Lebens damals vor über einem Jahrhundert. Die obere Etage glich eher einer Baustelle und wir sahen hinauf in die offenen Holzstrukturen des Turms über uns. Gerade waren Vorbereitungen im Gange für eine Hochzeit, die heute hier stattfinden sollte.

 

Rosalie 1820
"Rosalie 1820 "
Anschließend spazierten Alex und ich noch zum Familien-Friedhof, dann fuhren wir zurück zum Hotel. Später gab’s mal wieder einen Gewitterschauer, den wir in unserem komfortablen Hotelzimmer aussaßen.

Abendessen gab’s heute im Cotton Alley Café, gut besucht und ausgebucht, weswegen wir einen zweiten Anlauf brauchten um dort einen Tisch zu ergattern. Wir schoben also noch einen Spaziergang ein und ein paar Drinks an der Hotel-Bar. Die Pasta Alfredo war dann aber sehr lecker !

Donnerstag, 28. Dezember 2017

USA Süden 2017–23. Tag, Natchez Trace Parkway Etappe 4

Am nächsten Morgen statteten wir zunächst dem Capitol Building Of Mississippi einen Besuch ab.

Capitol Building in Jackson, MS
"Capitol Building in Jackson, MS "
Danach besuchten wir das Mississippi Museum Of Natural Science. Neben Dinosaurier-Skeletten und Tierpräparaten gab es hier ein Aquarium zu sehen mit Fischen, Schildkröten, Alligatoren und Schlangen, sowie einige Naturpfade zu erwandern, die uns durch Sumpflandschaften bis zum Pearl River führten.

Am frühen Mittag setzten wir unsere Fahrt auf dem Natchez Trace Parkway fort und nahmen nun die letzte Etappe bis nach Natchez in Angriff. Bis dahin gab es noch einige interessante Stops am Parkway: Rocky Springs, eine Siedlung aus den 1790er Jahren, in der einst 2600 Mesnchen lebten.

Stories in Stone
"Stories in Stone " by Axel Magard .
Heute gibt es die Siedlung nicht mehr, nur ein Friedhof in den Sümpfen ist als Andenken übrig geblieben. Desweiteren hielten wir nochmal bei Mount Locust, einer alten restauratierten Plantage, die den Wanderern auf dem Natchez Trace Parkway auch als Herberge diente. Gewandert wurde damals weniger aus Vergnügen: es waren überwiegend Händler, die ihre Waren über den Mississippi bis nach Natchez geflößt hatten und nun auf dem Rückweg waren nach Norden.
Trees in green water
"Trees in green water "
Um 15:30 Uhr hatten wir das Ende des Natchez Trace Parkways erreicht und steuerten nun das Städtchen Natchez am Mississippi an, insbesondere das an der Brücke gelegene Visitor Center. Dort wurde uns nett geholfen bei der Suche nach einem Zimmer. Wir gaben ein Budget-Limit vor ( 100 $ ) und eine nette Lady griff zum Telefon und begann mit einigen Hotels zu verhandeln bzw. nach Sonderangeboten zu fragen.
Sleeping room in Mount Locust Historic Site
"Sleeping room in Mount Locust Historic Site "
Im gegenüber liegenden Magnolia Bluffs Casino war sie nicht erfolgreich, dann aber im Natchez Grand Hotel, wo wir für 89 $ ein Zimmer weiter oben erhielten mit direktem Blick auf den Mississippi. Wir waren davon so sehr angetan, daß wir beim Einchecken gleich einen Tag verlängerten.

Am späten Nachmittag, als die Sonne nach einem der hier immer wieder vorkommenden Gewitterschauer wieder kräftig schien, unternahmen wir einen Spaziergang am Fluß entlang,

Grand Hotel in Natchez Riverfront
"Grand Hotel in Natchez Riverfront "
tranken ein paar Magaritas an der Hotelbar, die es heute in der Happy Hour für 1 $ gab, zusammen mit einer Tüte frischen Pop Corns, und spazierten dann noch etwas durch das Städtchen, um uns die in der Nähe gelegenen Antebellum-Villen anzuschauen, von denen es hier in Natchez besonders viele auf engstem Raum zu sehen gibt und die in dem Licht der untergehenden Sonne besonders prächtig aussahen.
Representative Villa in Natchez
"Representative Villa in Natchez "
Als es dunkel wurde betraten wir das biscuits & Blues in der Main Street, eine einfache, freundliche, rustikale Kneipe mit Live Musik und passablem Essen. Der gegrillte Catfish mundete sehr gut zu einem frischen Bier.