Freitag, 11. August 2017

USA Süden 2017–10. Tag, Pensacola Beach

Für heute, Samstag der 20.5.2017, war Strand-Tag angesagt. Wir stiefelten zum weißen Sandstrand am Golf von Mexico und stellten zu unserer Überraschung fest daß fleißige Menschen über Nacht den Strand sorgfältig Reihe für Reihe mit blauen Liegestühlen und Sonnenschirmen ausgestattet hatten.

A day at the beach
"A day at the beach "
Eine solche Insel der Bequemlichkeit und des Schattens nahmen wir gleich in Beschlag und es dauerte auch gar nicht lange bis ein junger Mann zu uns gestapft kam und uns begrüßte mit den Worten: “Do you like the chairs ?”. Da wir das taten berappten wir einen ordentlichen Beitrag für die Miete der Liegestühle für einen halben Tag – länger würden wir es am Strand eh nicht aushalten.
At Pensacola Beach
"At Pensacola Beach "
Die Brandung war stark und an Schwimmen war nicht zu denken, eher an Wellenbaden. Die Lifeguards waren in ihren weißen Holzhäuschen aufmerksam damit beschäftigt jeden zurück zu pfeifen der sich mehr als drei Wellenkämme vom Strand entfernte.

Abendessen gab es heute in Flounders Chowder House, wo wir von einer gigantischen menschenfressenden Riesenmuschel begrüßt wurden. Wir saßen im urigen Innenraum und bekamen große Portionen leckerer Fischgerichte, z.B. mit Käse überbacken in der Pfanne. Später hockten wir uns dort noch an die Bar zu einem Bier und Verdauungs-Whisky. Draußen hatte es zu regnen angefangen, nachdem der Tag heute zwar wolkig aber doch besser als ursprünglich gedacht gewesen war.

Mittwoch, 9. August 2017

USA Süden 2017–9. Tag, Pensacola National Naval Aviation Museum

Der heutige Tag, Freitag der 19.5.2017, war ganz reserviert für das National Naval Aviation Museum.

Welcome to the National Naval Aviation Museum
"Welcome to the National Naval Aviation Museum"
Ursprünglich hatten wir geplant früher dort zu sein, an einem Dienstag oder Mittwoch, wenn man den Blue Angels beim Training zuschauen kann, leider war aber das Mittwochs-Training für diese Woche storniert worden und Dienstag wäre etwas zu hektisch für uns geworden. Bereits 2003 während unserer Florida-Reise hatten wir dieses Museum besucht, das inzwischen um eine Halle erweitert worden ist; dafür gibt es das Außenfeld und die entsprechende Bustour nicht mehr.
Boing F4B-4
"Boing F4B-4"
Das Museum ist vollgestopft mit allen möglichen Marine-Fliegern und auch historischen Exponaten aus diversen Kriegen und man kann locker dort einen ganzen Tag verbringen, was wir auch taten. Und das ohne einen Cent Eintritt zu bezahlen !

Um 10:30 Uhr schlossen wir uns einer geführten Tour an, die von einem Ex-Piloten abgehalten wurde, der, wie er erzählte, 25 verschiedene Flieger geflogen hat, darunter auch Helikopter.

Returning Home
"Returning Home"
Die Tour dauerte sage und schreibe 2,5 Stunden und war hochinteressant. Vor fast jedem Flieger blieben wir stehen und erhielten technische Informationen über das Teil wie auch meistens eine Anekdote dazu. Die amerikanische Navy hat während der Kriege, in die sie verwickelt war, viele feindliche Flieger gesammelt, um deren Technik zu studieren, wie z.B. eine deutsche Camel oder eine japanische Zero
Two Planes of the Blue Angels
"Two Planes of the Blue Angels"
Viele amerikanische Flugzeuge aus dem 2. Weltkrieg wurden aus dem Lake Michigan gefischt, der den Amerikanern damals als größtes Binnengewässer geeignet war für Pilotentraining; die Ozeane waren in der Hand des Feindes und dafür zu gefährlich.

Während der Tour erreichten wir schließlich das Atrium, in dem die blauen Flieger der Blue Angels hingen, und setzten uns dort auf die Stufen. Jetzt haben wir es bald geschafft, dachte ich, schon etwas müde. Falsch gedacht.

Closed - gone to Navy
"Closed - gone to Navy"
Unser Guide holte nun aus zu einer ausführlichen Beschreibung des Angriffs auf Pearl Harbour, des Pazifischen Krieges, der Schlacht um Midway und anderer historischer Ereignisse zu jener Zeit. Danach ging es weiter in die neue Halle. Dort war gerade das große Tor geöffnet worden und wir genossen die warme Luft, die herein strömte, denn in den Hallen des Museums war es schrecklich kalt. Später kaufte ich mir im Shop einen Pullover, während Alex hin und wieder nach draußen flüchtete um sich aufzuwärmen.
Arriving at Pensacola Beach
"Arriving at Pensacola Beach"
Später am Mittag aßen wir ein Lunch in der Cafeteria des Museums, dem Cubi Bar Cafe, die einer historischen Bar auf den Philippinen nachempfunden ist. Wir kauften uns Sandwiches und Getränke und setzten uns draußen an einen Tisch, um wieder etwas Wärme zu tanken.

Später setzten wir uns in ein kleines 4D-Kino, um wenigstens virtuell einen Flug mit den Blue Angels zu erleben. Wir verließen das Museum so gegen 16:30 Uhr und kehrten zu unserem Hotel auf Pensacola Beach zurück, um noch etwas Zeit an unserem Privatstrand und im Wasser zu verbringen. Abends aßen wir in Hemingway’s Island Grill und hatten einen schönen Tisch auf einer Terrasse mit Blick auf die Bucht von Pensacola.

Freitag, 28. Juli 2017

USA Süden 2017–8. Tag, Pensacola

Und weiter ging es mit unserem Mietwagen entlang der Golf-Küste gen Osten.

Fairhope
"Fairhope"
Mittlerweile war es Donnerstag, der 18. Mai 2017; wir waren also schon seit über einer Woche unterwegs im Süden der USA. Und noch drei Wochen vor uns ! Sweet !

Wir stoppten in Fairhope, einem kleinen Ort an der Mobile Bay, der uns von Reisenden, die wir im Caroll House in St. Bay Louis getroffen hatten, empfohlen worden war – und angeblich mal als schönster Ort (der Welt ?) gekürt worden ist. Nun ja, wir wissen ja: die Amerikaner übertreiben gern.

Pensacola Historic District
"Pensacola Historic District"
Tatsächlich war das Örtchen recht nett und gemütlich mit hübschen Blumenbeeten und Hängekörben überall, aber als schönsten Ort der Welt würde ich ihn nicht bezeichnen. Wir durchstreiften ein paar Strassen, ein paar Geschäfte und ließen uns in einem kleinen als ‘French Quarter’ bezeichneten Hinterhof nieder zu einem Eistee.
Palafox Street
"Palafox Street"
Weiter ging es dann auf dem Highway 98 nach Pensacola. Dort suchten wir zuerst das Welcome Center auf, das direkt an der Brücke nach Pensacola Beach liegt. Dort besorgten wir uns Karten und Tips, wie wir in den Historic District gelangen konnten, der tatsächlich nicht weit weg war. Dort angekommen machten wir uns zu Fuß auf über den Plaza Ferdinand VII zum Plaza de Luna am Palafox Pier. Es war recht heiß und wir nutzten den Schatten aus wo es ging, oder mal ein eisgekühltes Geschäft.
Our beach @ Travelodge Pensacola Beach
"Our beach @ Travelodge Pensacola Beach"
Später durchstreiften wir dann noch die Palafox Strasse und machten uns dann mit dem Auto auf nach Pensacola Beach, wo wir uns für drei Tage in der Travelodge eingemietet hatten. Wir hatten per booking.com vorgebucht, denn das Wochenende nahte und wir wollten drei Tage hier bleiben um Zeit zu haben für das National Naval Aviation Museum und den Strand. Die Übernachtungen direkt an einem der berühmtesten Strände von Amerika würden allerdings nicht billig werden, insgesamt zahlten wir für die drei Nächte $ 638.
Down to the beach
"Down to the beach"
Kurz nach 16:00 Uhr hatten wir unser Hotel erreicht. Es verfügt über einen kleinen Privat-Strand nach hinten hinaus zur Little Sabine Bay. Anders als der rauhe Golf, in dem meistens eine ordentliche Brandung vorherrschte, konnte man hier prima schwimmen, was wir auch sogleich ausnutzten.
Pensacola Beach
"Pensacola Beach"
Am frühen Abend spazierten wir dann zum weißen Strand am Golf, ein Stück den Strand entlang und dann durch Hotel-Hochhäuser zurück. Dabei entdeckten wir das “Red Fish Blue Fish”-Restaurant, das uns schon die nette Empfangsdame im Hotel Malaga Inn in Mobile empfohlen hatte; sie hatte dort mal gearbeitet. Wir bekamen einen Tisch halb drinnen halb draußen mit Blick zur Pensacola Bay und bestellten Bier und Tortilla mit Fisch und Salat, ein leichtes aber leckeres Abendessen.
Diner @ Red Fish Blue Fish
"Diner @ Red Fish Blue Fish"
Nach dem Essen streiften wir noch etwas über den Boardwalk am Strand mit vielen Bars und Restaurants und bewunderten einen riesigen Shop, in dem es tausende Strandtücher und sonst allerlei Nippes und Zubehör gab, den man für einen Strandurlaub braucht – oder auch eher nicht.

Montag, 24. Juli 2017

USA Süden 2017–7. Tag, Mobile Bay

Für heute war also die Umrundung der Mobile Bay geplant entgegen Uhrzeiger-Richtung.

Fountain in Bellingrath Garden
"Fountain in Bellingrath Garden "
Wir fuhren also zunächst wieder etwas nach Westen und bogen dann nach Süden ab Richtung Dauphin Island.
Zur Navigation benutzte ich mein Samsung Galaxy Tab 3 Tablet und Google Maps im Offline Modus, was ganz gut funktionierte. Im Hotel lud ich mir immer die Karten herunter der Gegend, die wir an diesem Tag durchqueren würden. Ein Navi zu mieten bei Alamo hätte mich $ 12 pro Tag gekostet, das erschien mir etwas zu teuer.
Entry to swamp boardwalk at Bellingrath Gardens
"Entry to swamp boardwalk at Bellingrath Gardens "
Unser erster Halt war Bellingrath Gardens, eine weitere Empfehlung unseres Iwanowski-Reiseführers “USA Süden”. Walter D. Bellingrath, der Pionier der Coca-Cola-Flasche, und seine Frau erschufen diesen 65 Hektar großen Botanischen Garten, in dem dann auch ihre Villa stand. Neben einem Gewächshaus mit tropischen Pflanzen und Orchideen gab es viele schöne Blumenbeete, ein Bootshaus am Fowl River, ein Holzweg durch eine Sumpflandschaft und einen asiatischen Garten zu sehen.
Swamp boardwalk
"Swamp boardwalk "
Aus letzterem hätte man eventuell mehr machen können, alles in allem aber fanden wir den Besuch dieser liebevoll gestalteten Anlage sehr lohnend.
Gegen 13:00 Uhr nach einem Sandwich im Besuchszentrum setzten wir unsere Fahrt fort und gelangten über eine Brücke auf die Dauphin Island. Wir besahen und das Fort Gaines von außen ( das eine Fort in Mobile war uns genug zumal man natürlich für jedes Fort Eintritt bezahlen muß ) und unternahmen dann eine Wanderung durch den Dauphin Island Vogelschutzpark.
Road to Dauphin Island
"Road to Dauphin Island "
Hier kann man einige Kilometer wandern, eine Sumpflandschaft grenzt direkt an die weißen Strände des Golf von Mexico.
Als wir dann so gegen 15:30 Uhr mit der Fähre übersetzen wollten erfuhren wir daß das nächste Boot bereits voll war und wir somit eineinhalb Stunden hätten warten müssen. Das Risiko keine Fähre zu erwischen war uns schon bewußt gewesen, unser Reiseführer hatte uns auch darauf hingewiesen. Flexibilität, insbesondere im Urlaub, stellt für uns aber kein Problem dar.
Historic Fort Gaines
"Historic Fort Gaines "
Also: Zeit für ein paar Stunden am Strand !
Wir begaben uns zum Strand hinter Fort Gaines, dem einzigen Strand auf der Insel, den mal kostenfrei besuchen kann, nachdem wir uns in einem Shop noch ein paar einfache Strandtücher gekauft hatten. Ein bischen Baden in der Sonne und im Wasser des Golf war nun angesagt.
Am Nachmittag fuhren wir dann den Weg zurück, den wir gekommen waren.
Appetizer @ Dumbwaiter
"Appetizer @ Dumbwaiter "
Die andere Hälfte der Bucht würden wir morgen sowieso sehen auf unserer Weiterfahrt nach Pensacola.
Zum Abendessen in Mobile kehrten wir in das Restaurant Dumbwaiter ein, eines der besten Restaurants, das wir während dieses Amerika-Urlaubs besuchen würden. Die empfohlene Vorspeise erwies sich als Knüller: Marinierter und mit Zwiebeln gebratener Rosenkohl; kaum zu glauben wie gut das schmecken kann. Meine Schweine-Keule als Hauptgang war ebenfalls grandios !

Sonntag, 16. Juli 2017

Traumschleife Elfenlay

Gestern waren meine Frau und ich in Boppard und wanderten die Traumschleife Elfenlay. Ergeben hatte sich das dadurch daß ich abends einen Kollegen aus Amerika in Boppard treffen wollte, der auf Urlaub in Deutschland war.

Rheinschleife bei Boppard
"Rheinschleife bei Boppard "
Wir verbanden das gleich mit einem schönen Wandertag und starteten unsere Wanderung um 13:00 Uhr.

Bei Boppard gibt es einige Traumschleifen zu erwandern, alle Vorschläge findet man auf http://www.die-schoensten-wanderwege.de. Aufmerksam geworden bin ich auf diese Wanderung durch einen Katalog “Deutschlands Schönste Wanderwege 2017”, den ich in einem Lowa-Shop in Mainz gefunden hatte.

Die Hunsrück Höhenbahn
"Die Hunsrück Höhenbahn "
Die Traumschleife ist 10,2 km lang und einigermaßen anspruchsvoll mit vielen Aufs und Abs, insgesamt sind 390 Höhenmeter zu überwinden, über teils schmalen Pfad. Belohnt wurden wir aber durch herrliche Aussichten auf Boppard und die hiesige Rheinschleife, wie auch auf die Strecke der Hunsrücker Höhenbahn, die steil aufwärts führt in den Hunsrück, durch einen Tunnel und über eine Brücke, die wie ein römisches Viadukt aussieht.
Abstieg nach Boppard
"Abstieg nach Boppard " by Axel Magard .
Im Wald hängen Fahrpläne für die Fotografen, um den richtigen fotogenen Augenblick abzupassen, wenn der kleine Zug die einspurige Strecke entlang bergauf oder bergab fährt.

An der Liesenfeld’s Hütte trafen wir auf drei Männer, die mit einer Flasche Wein versorgt ebenfalls die Aussicht genossen und uns erzählten daß die Bahnstrecke seinerzeit von Italiener erbaut wurde, um die Bewohner des Hunsrücks mit Vorräten zu versorgen und somit eine lebenswichtige Verbindung zum Rhein herzustellen.

Wir waren mit ausgiebigen Pausen gut 4,5 Stünden unterwegs und schafften es gerade pünktlich zur Severus-Stube, wo mein amerikanischer Kollege bereits auf uns wartete.

USA Süden 2017–6. Tag, Mobile

Am Morgen beim Frühstück im Caroll House trafen wir auf zwei Paare, ein jüngeres aus New York und ein älteres aus Florida, und unterhielten uns angeregt über unsere Reiseerfahrungen und tauschten Tipps aus.

Our B&B in  Bay St. Louis
"Our B&B in Bay St. Louis"
Das Paar aus New York war auf dem Rückweg zum Flughafen in New Orleans, das Paar aus Florida war mit dem Auto gekommen.
Alsbald setzten wir unsere Fahrt fort bis nach Mobile. Auf der Fahrt dorthin kamen wir an kilometerlangen weißen, menschenleeren Sandstränden vorbei. Nachdem wir uns am Mittag den kleinen Ort Ocean Springs angesehen hatten erreichten wir gegen 14:00 Uhr Mobile.
Our hotel in Mobile
"Our hotel in Mobile"
Wir suchten dort das Visitorcenter auf und ein netter Mann dort vermittelte uns für einen günstigen Preis ( $ 89 ) ein Zimmer im Hotel Malaga Inn, das auch eine Empfehlung unseres Iwanowski-Reiseführers “USA Süden” war. Das Zimmer war sehr geräumig und mit antiken Möbeln ausgestattet, das Hotel insgesamt sehr ansprechend mit einem schönen Innenhof, in dem man morgens frühstücken konnte. 
The Fort of Colonial Mobile
"The Fort of Colonial Mobile"
Wir verlängerten gleich für eine weitere Nacht und planten für Morgen eine Umrundung der Mobile Bay.
Am Mittag spazierten wir zunächst zum Fort Conde und besichtigten dasselbe, nachdem wir $ 7 Eintrittsgeld bezahlt hatten. Ein kleines Museum führte uns durch die Geschichte des Forts, das Anfang des 18. Jahrhunderts von den Franzosen erbaut wurde um diesen strategisch wichtigen Ort in der Bucht von Mexico gegen die Engländer und Spanier zu verteidigen.
Courtyard of Malaga Inn
"Courtyard of Malaga Inn"
Das Fort mit der Skyline von Mobile im Hintergrund, auf die zahlreiche Kanonen gerichtet sind, bietet interessante Fotomotive. Es wurde untertunnelt, damit es auch nach dem Bau einer Highway erhalten werden konnte.
Später spazierten wir durch Mobile, suchten aber bald ein Cafe auf um uns abzukühlen, denn es war höllisch heiß. Mobile machte eher einen verschlafenen, aber doch netten Eindruck.
Abendessen gab es in Wintzells Oyster House, wo wir draußen sitzen konnten. Die Shrimps mit Speck schmeckten nicht schlecht !

Sonntag, 9. Juli 2017

USA Süden 2017–5. Tag, Abschied von New Orleans

Nach vier Tagen hieß es Abschied nehmen von New Orleans. Wir fuhren mit dem Taxi zum Flughafen um unser Mietauto zu holen, nachdem wir noch ein letztes mal in Huck Finns Cafe gefrühstückt hatten.

Canal Street in New Orleans
"Canal Street in New Orleans"
Bei Alamo stellten wir uns in die Warteschlange, bis wir ein Auto zugeteilt bekamen. Da die Abholung erst für 19:30 Uhr geplant war, was der regulären Ankunftszeit des Fliegers aus Frankfurt entspricht, mußten wir noch einen Tag zusätzlich bezahlen: – $ 60,00. Wir hatten die Klasse “Medium SUV” gebucht und bekamen einen blauen Infinity.
Leaving New Orleans
"Leaving New Orleans"
Mit diesem fuhren wir zunächst mal zurück in die Innenstadt und zu Harrah’s Casino, um dort Euro in Dollar zu tauschen. Am Flughafen gab es nur die Firma Travelex, die wohl mittlerweile auf den meisten Flughäfen vertreten ist, u.a. auch in Frankfurt, und bei denen man keinen guten Wechselkurs bekommet, wenn man nicht im Internet vorgebucht hat ( gut beschrieben in dem excellenten Blog usa-reisetipps.net, wo mal viele nützliche Tips finden kann für Reisen in die USA ).  Bei Harrah’s bekamen wir wenigstens recht unkompliziert einen Kurs von 1:1.
Alligator ready for lunch ?
"Alligator ready for lunch ?"
Nachdem wir dies geregelt hatten steuerten wir unseren Infinity über die Mississippi-Brücke zunächst mal gen Süden nach Lafitte. Dort gibt es einen Naturpark in den Sümpfen mit kurzen Wanderwegen, überwiegend über Holzstege, ebenfalls eine Empfehlung unseres Iwanowski Wanderführers “USA Süden”. Im Lafitte Visitor Center in New Orleans hatten wir uns darüber schon erkundigt und auch Kartenmaterial mitgenommen.
Zunächst fuhren wir offensichtlich an dem Visitor Center dort vorbei und landeten in einem kleinen aber weitläufigen Dorf, wo wir uns in einem Supermarkt nach dem Weg erkundigten.
Trail in the swamps
"Trail in the swamps"
Aufgeschlaut fuhren wir dann wieder zurück und parken zunächst am Twin Canal Trail. Wir folgten diesem bis er an einem Gewässer endete, ungefähr nach einem Kilometer. Moskitos waren natürlich gleich zur Stelle und es erwies sich als klug möglichst nicht irgendwo stehen zu bleiben. Auf dem Rückweg zum Parkplatz entdeckten wir am Ufer eines Kanals gegenüber einen Alligator. Als er uns bemerkte glitt er ins Wasser und schwamm auf uns zu, was uns flux dazu motivierte unsere Wanderung fortzusetzen.
90 West or East ?
"90 West or East ?"
Wir fuhren nun weiter zum Visitor Center ( das montags und dienstags geschlossen ist ) und parkten gegenüber an einem Parkplatz, von dem aus mehrere Wanderwege losgingen, allesamt natürlich recht kurz, mehr Spaziergänge zu nennen als ‘Hiking Trails’. Wir entschieden uns für den Ring Levee Trail, der uns über einen Weg, später dann einen Holzsteg in die Sümpfe hinein führte. Irgendwann kamen wir dann an eine Sperrung und kehrten um, nachdem wir dort etwas gerastet hatten und die Atmosphäre dieser einzigartigen Sumpflandschaft in uns aufgenommen hatten.
Mercedes Dome in New Orleans
"Mercedes Dome in New Orleans"
Es war nach 15:00 Uhr als wir dann schließlich die Fahrt antraten zurück nach New Orleans und dann am Golf entlang gen Osten. Es wurde Abend bis wir den kleinen Ort Bay Saint Louis erreichten und uns auf die Suche nach einer Unterkunft machten. Nachdem wir eine Weile herumgefahren waren entdeckten wir ein hübsches B&B  direkt am North Beach Boulevard. Leider war es ausgebucht, die netten Betreiberinnen luden mich aber sofort in ihre Wohnküche ein und griffen zum Telefon, um noch eine Unterkunft für uns zu suchen.
Our bed in  Bay St. Louis
"Our bed in Bay St. Louis"
So kamen wir dann unter im Caroll House in der Carrol Avenue und erhielten ein hübsches kleines Zimmer mit sehr originellem Bad.
Am Abend spazierten wir zum Beach Boulevard zurück und kehrten ein ins 200 North Beach, was sich als gute Empfehlung von Jane, der Innhaberin des Carrol House, erwies. Alex’ hatte bestellt  Thunfisch auf Risotto, was besonders lecker war. Meine Platte mit frittiertem Fisch allerlei Art war auch nicht schlecht, deckte aber meinen Bedarf an Frittiertem mindestens für die nächste Woche.
Evening in Bay St. Louis
"Evening in Bay St. Louis"
Wir saßen draußen auf der Veranda, tranken ein Bier und genossen unseren ersten Abend ausserhalb von New Orleans. Später spazierten wir noch hinaus auf den Pier, bevor wir in unsere Unterkunft zurück kehrten.