Freitag, 10. April 2015

DAV Schneeschuhtour von der Schweinfurter Hütte aus–Dritte Tour: zum Zwieselbachjoch

Für heute stand uns die längste Tour bevor: von der Schweinfurter Hütte zum Zwieselbachjoch (2870 m), also hin und zurück 13 km mit 830 Höhenmeter Auf- und Abstieg.

Kurze Rast auf der Tour durchs Zwieselbachtal
"Kurze Rast auf der Tour durchs Zwieselbachtal"
Durch die Länge der Tour waren die Steigungen meistens gering, erst am Ende wurde es steiler und zum Schluß auf das Joch hoch ganz steil.

Das Wetter war etwas besser als gestern, es regnete nicht mehr und immer öfter kam schemenhaft die Sonne vor und tauchte uns besonders am Nachmittag in ein milchiges weißes Licht.

Schnee und ein weißer Himmel
"Schnee und ein weißer Himmel" by Axel Magard.
Wie gewohnt ging es um 8:15 Uhr los, immer dem Tal folgend, das allmählich einen Bogen nach rechts ( Süden ) machte. Wir kamen an einem Schnee-Höhenmesser vorbei: der Stab zeigte eine Schneehöhe von immerhin über 3 Metern an.

Am Mittag hielten wir direkt auf die Sonne zu, das Joch lag direkt vor uns. “Noch 45 Minuten”, schätzten Judithia und ich.

Alex und Axel auf dem Zwieselbachjoch
"Alex und Axel auf dem Zwieselbachjoch"
Wir sollten etwa die doppelte Zeit brauchen. Der Weg zog sich in die Länge, aber endlich um 13:25 Uhr hatten wir das Ziel erreicht. Der Dunst hatte sich etwas gehoben und so konnten wir zumindest die umliegenden Berge in der Nähe erkennen.

Den Abstieg begannen wir um 13:45 Uhr. Unterwegs brach Christian so unglücklich mit seinen Schneeschuhen ein, daß sie sich unter der Schneedecke im Fels verkanteten. Dumme Situation, zumal er als letzter ging und wir anderen schon etwas weiter waren. Glücklicherweise hatte er eine Pfeife an seinem Rucksack und konnte so auf sich aufmerksam machen. Ein paar Mann kehrten um und hatten ihn dann auch bald befreit.

Am Ende vom Zwieselbachtal
"Am Ende vom Zwieselbachtal"
( Erst gestern hatte ich gelernt daß ich ebenfalls eine Pfeife am Rucksack habe, sie befindet sich in einer der Riemen-Verschlüsse. Jetzt wurde mir auch klar warum ausgerechnet dieser gelb angemalt war !)

Es war 16:45 Uhr, als wir an der Hütte anlangten. Eine lange Tour, aber nicht so lange, daß wir nicht noch vor dem Abendessen jede Menge Zeit hatten uns auszuruhen.

Donnerstag, 9. April 2015

DAV Schneeschuhtour von der Schweinfurter Hütte aus–Zweite Tour: ins Wannenkar

Das schöne Wetter von gestern war verschwunden, heute war es trüb und es schneite leicht.

Aufbruch zur zweiten Schneeschuhtour
"Aufbruch zur zweiten Schneeschuhtour"
Trotzdem hieß es wieder um 8:15 Uhr: Schneeschuhe anziehen, LVS-Gerät überprüfen, und raus in die freie Natur.

Wir stiegen ein kurzes Stück von der Hütte ab Richtung Niederthai, dann bogen wir nach rechts ab in den Wald und erreichten nach einem ersten kurzen Anstieg die Finstertaler Sennhütte.

Nach kurzer Pause, während der uns die Hütte selbst guten Schutz bot vor dem einsetzenden Schneegestöber, wanderten wir weiter Richtung Hochreichscharte.

Finstertal Sennhütte
"Finstertal Sennhütte"
Die Sicht wurde schlechter, es umgab uns eine weiße milchige Nebelsuppe.

Nach einer Weile packte Erhard sein Gerät zur Vermessung der Steilheit von Hängen aus und vermaß die vor uns liegenden Hänge.

Zu Steil für das angegebene Lawinenrisiko für die Ausrichtung dieser Hänge, befand er. “Wenn wir da lang gehen”, erklärte er, “darf immer nur einer im Kar sein.

Ankunft an der Finstertal Sennhütte
"Ankunft an der Finstertal Sennhütte"
Jeder wird für den Aufstieg etwa 45 Minuten benötigen.” 8 x 45 Minuten warten ? Keine gute Aussicht. Wir stimmten schnell überein eine weniger gefährliche Alternativtour zu machen,

Wir kehrten um und stiegen dann rechter Hand aufwärts ins Wannenkar unterhalb des Peistakogels. Jeder durfte jetzt mal voran stapfen und dabei auch die Richtung wählen, was nicht einfach ist, wenn man plötzlich vor einem weißen Berg steht.

Into The White
"Into The White"
Es erfordert nicht nur Kraft und Ausdauer die Spur zu machen, sondern auch volle Konzentration den besten Weg nach oben zu finden, steil, um voran zu kommen, aber nicht zu steil, vor allem wenn der Schnee schwierig wird. Winzige Details und Konturen im Berg müssen beachtet werden, um einen optimalen Anstieg zu finden, was uns in der Regel allen nicht gut gelang, weswegen Erhard immer wieder korrigieren mußte.

Schutz bei der Finstertal Sennhütte
"Schutz bei der Finstertal Sennhütte"
Wir erreichten eine Erhebung im Kar, unseren heutiger “Gipfel”. Nach kurzer Pause ging es auf demselben Weg wieder zurück, schlußendlich folgte noch ein kurzer Aufstieg wieder hinauf zur Schweinfurter Hütte.

Trotz sub-optimalem Wetter, wirklich schlecht war es eigentlich nicht gewesen, und trotz einer Alternativ-Route, die wir gehen mußten, hat auch diese Tour ihren eigenen Charakter gehabt und viel Spaß gemacht, und war vor allem lehrreich ! Jedenfalls hatten wir auch diesen Tag gut genutzt und uns den nötigen Hunger erlaufen für das wie immer vortreffliche Abendessen in der gemütlichen Schweinfurter Hütte.

Sonntag, 29. März 2015

DAV Schneeschuhtour von der Schweinfurter Hütte aus–Erste Tour: auf die Breite Scharte

Winterpanorama an der Schweinsfurter Hütte
"Winterpanorama an der Schweinsfurter Hütte"
Unsere erste Schneeschuhtour führte uns zunächst ins Zwieselbachtal, dann linkerhand ansteigend bis zur Breiten Scharte auf 2780 m.

Als mich mein Handy um 06:45 Uhr weckte begann es draußen bereits zu dämmern und der Himmel sah klar aus, langsam begannen die Schneegipfel um uns herum rötlich zu leuchten.

Durch den Schnee der Sonne entgegen
"Durch den Schnee der Sonne entgegen"
Es versprach ein guter Tag zu werden.

Frühstück mit Müsli, Säften, Joghurt, Obstsalat, Brot, Wurst, Käse, Kaffee oder Tee gab es ab 07:15 Uhr, Abmarsch war für 8:15 Uhr vorgesehen. Der Lawinenbericht, der um 07:30 Uhr eintraf per Internet und Ausdruck, zeigte im Mittel eine mäßige Lawinengefahr, Stufe 2, Tendenz gleichbleibend.

Aufstieg aus dem Zwieselbachtal
"Aufstieg aus dem Zwieselbachtal"
Im Detail konnte man sehen ab welcher Höhe welche Hänge – je nach Ausrichtung und Steilheit – zu vermeiden waren.

Wir legten erstmals unsere Schneeschuhe an und sammelten uns vor der Hütte im “Wintergarten” zur Überprüfung der LVS Geräte. Erhards Vorgehen war dabei wie folgt: zuerst geht er auf Senden und wir alle auf Empfang.

Oberhalb des ersten Anstiegs zur Breiten Scharte
"Oberhalb des ersten Anstiegs zur Breiten Scharte"
Es wird sichergestellt daß alle unsere Geräte ihn finden; dann umgekehrt: er stellt sicher daß er alle Geräte empfangen kann. Somit ist auch sichergestellt daß jeder Teilnehmer sein LVS Gerät eingeschaltet und auf Senden gestellt hat, bevor es losgeht. “Auf Senden stellen” heißt: das Gerät zuklappen, was man ohnehin macht, wenn man es in die Hülle steckt, die um den Körper gebunden wurde.

Wir wanderten los in eine friedliche Schneewelt hinein. Die Sonne stieg höher, der Himmel war blau, als wir aus dem Schatten des Tals heraustraten wurde es gleich wärmer.

Schneeschuhwandern im Sellrain
"Schneeschuhwandern im Sellrain"
Am nur an wenigen Stellen sichtbaren Bach ging es an diesem entlang, bis wir nach links abzweigten und es nun steiler werdend bergauf ging.

Es folgte zunächst ein steiles, schwieriges Stück, auf dem wir uns teilweise durch Tiefschnee voran wühlen mußten, d.h. ein bis zwei Schritte vorwärts, dabei versuchen mit den Schneeschuhen Halt zu finden, Gewicht drauf, und wieder runterrutschen.

Zwei Schneeschuhwanderer
"Zwei Schneeschuhwanderer"
Das kann frustrierend und Kräfte zehrend werden, aber es war nur ein kurzes Stück und irgendwann hatten wir es alle bis oben hin geschafft.

Danach ging es gemütlicher weiter in ein Hochtal hinein, später wieder aufsteilend zur Breiten Scharte, die wir um 12:30 Uhr erreichten.

Blick zur Pforzheimer Hütte
"Blick zur Pforzheimer Hütte"
Wir suchten uns einen windgeschützten Platz, denn direkt über die Scharte pfiff es gar ordentlich, und machten Mittagsrast. Unter uns im dahinter liegenden Tal konnten wir die Pforzheimer Hütte sehen.

Der Abstieg begann um 13:00 Uhr und war angenehm zu gehen, bis wir wieder an jene steile Stelle kamen. Hier hieß es deutlich ins Knie gehen, Gewicht nach vorne auf den Schuh, um nicht wegzurutschen.

Auf der Breiten Scharte
"Auf der Breiten Scharte"
Ich rutschte trotzdem weg, drehte mich auf den Bauch, fand Halt an einem Stein, und legte den restlichen Abstieg auf dem Hosenboden zurück.

Um 15:30 Uhr hatten wir die Hütte wieder erreicht und genossen einen gemütlichen Nachmittag in der Gaststube, mit warmen oder mehr durststillenden Getränken, gefolgt von einer weiteren Lektion am LVS Gerät, gefolgt vom wie immer deftigen aber lecker gemachten Abendessen.

Jens verkündete, daß hier für ihn die Tour zu Ende sei. Beim Aufstieg hatte er noch ganz fit gewirkt, der Abstieg hatte ihn aber ordentlich mitgenommen, und er bekam wohl auch eine Erkältung.  Am nächsten Morgen nach dem Frühstück würde er abreisen.

Sonntag, 22. März 2015

DAV Schneeschuhtour von der Schweinfurter Hütte aus–Aufstieg zur Hütte

Am Sonntag den 22. Februar 2015 fuhren wir morgens mit dem Auto nach Niederthai und parkten auf dem großen Parkplatz in der Mitte des Tals, wo wir 24 € für 5 Tage bezahlten.

Am Hotel Johanna
"Am Hotel Johanna"
Wir machten noch einen Spaziergang durch und rund um Niederthai und kehrten dann in den Gasthof Zur Sonne ein, wo wir uns mit der Wandergruppe treffen sollten. Noch war viel Zeit, wir waren die ersten, und bestellten uns etwas zum Mittagessen.

Nach und nach trafen die Teilnehmer ein: Jens, Christian, Siegfried, Jürgen mit seiner Tochter Judithia, Matthias und zum Schluß der Bergführer Erhard.

Niederthai im Winter
"Niederthai im Winter" Das gelbe Haus vorne rechts ist der Gasthof “Zur Sonne”
Um 13:00 Uhr waren alle da. Nach kurzem Kennenlernen gingen wir zum Parkplatz und luden unser Gepäck in einen Container, wo der Wirt der Schweinfurter Hütte es mit seiner Schneeraupe abholen würde. Auch die Schneeschuhe kamen in den Container, die Hütte war gut auf einem planierten Winterwanderweg erreichbar.

Start der Wanderung auf die Schweinsfurter Hütte
"Start der Wanderung auf die Schweinsfurter Hütte"
Zur Hütte mußten wir 500 m aufsteigen. Wir wanderten los, es schneite ganz leicht und war bewölkt. Anfangs relativ flach, wurde der Weg erst nach einer Weile steiler. Auf halber Strecke kamen wir an der Jausenstation Larstighof vorbei, wo wir nicht einkehrten, dafür aber die kleine Kapelle besichtigten. Bald überquerten wir den Bach und sahen von hier aus zunächst eine Alm unterhalb der Schweinfurter Hütte, dann dieselbe selbst, während es nun ordentlich bergan ging.

Nach etwas über zwei Stunden hatten wir die Schweinfurther Hütte erreicht, bezogen unsere Zimmer, aßen Apfelstrudel in der gemütlichen Gaststube und bekamen dann vor dem Abendessen eine erste Einführung von Erhard in den Gebrauch eines Lawinenverschüttetensuchgeräts (LVS-Gerät).

Wanderung zur Schweinsfurter Hütte
"Wanderung zur Schweinsfurter Hütte"
Dabei lokalisierten wir sofort jemanden in einem der Zimmer, der sein LVS-Gerät wohl nicht ausgeschaltet hatte.

Nach einem guten Abendessen – es gab meistens eine leckere Suppe vorneweg, ein Hauptgericht mit Salat und ein leckeres Dessert zum Abschluß -  und einigen weiteren Drinks ging’s um 22:00 Uhr in die Betten, damit die Hüttenruhe pünktlich beginnen konnte.

Ausbildung am LVS-Gerät
"Ausbildung am LVS-Gerät"
Das Schlafen im Hüttenschlafsack ( irgendwie zu eng ) und die ungewohnten Geräusche in der Hütte ließen mich einige Stunden wach liegen, am Ende bekam ich aber wohl doch ausreichend Schlaf bis der Alarmton meines Handy um 6:45 Uhr ertönte.

Freitag, 13. März 2015

DAV Schneeschuhtour von der Schweinfurter Hütte aus–Hinfahrt und erster Tag

Vom 20. Februar bis zum 1. März reisten meine Frau und ich ins Ötztal, um mal wieder in Schneeschuhen zu wandern.

Umhausen
"Umhausen"
Für zwei Nächte hatten wir uns im Hotel Johanna in Umhausen einquartiert, dann folgte eine sechstägige Schneeschuh-Wanderwoche auf der Schweinfurter Hütte, durchgeführt vom DAV, abschließend verbrachten wir zwei Tage im Falkner Hof in Niederthai.
Die Fahrt verlief gut und verhältnismäßig zügig. Wir hatten Mommenheim so um 9:15 Uhr verlassen und waren 6 Stunden später am ~500 km entfernten Ziel.  
Schneegipfel gesehen von Umhausen
"Schneegipfel gesehen von Umhausen"
Wir überquerten dabei den Fernpass, kurz vorher hört die Autobahn auf, so daß man noch eine ganze Weile auf Landesstrassen unterwegs ist . Die Fahrt über München und Innsbruck wäre 160 km länger gewesen.
Sogleich hatten wir unser Zimmer im Hotel Johanna bezogen und machten einen ersten Rundgang. Umhausen ist kein besonders schöner Ort, etwas oberhalb thronen die beiden gelben zylinderförmigen Gebäude des Kurzentrums.
Eiszapfen am Wegesrand
"Eiszapfen am Wegesrand"
Die Attraktion hier ist sicherlich der mächtige Stuibenfall, der von Niederthai kommend ins Tal stürzt, vom Ort aus aber nicht sichtbar ist.
Am Nachmittag kehrten wir ins Cafe Oetztalerei ein, wo es leckeren Kuchen gab, und gleich einen Aperitif.
Wir bekamen ein vorzügliches Abendessen im Hotel-Restaurant, spezialisiert u.a. auch auf leckere Wildgerichte, mit sehr freundlichem Service.
Kinder-Skihügel in Niederthai
"Kinder-Skihügel in Niederthai"
Am nächsten Tag beschlossen wir eine Wanderung zum 500 Meter höher gelegenen Niederthai zu machen. Hier unten im Tal lag kaum noch Schnee, wie wir später erfuhren war dies der schlechteste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Wir ließen unsere Schneeschuhe und selbst die Stöcke im Auto und wanderten los.
Eisiger Bach bei Niederthai
"Eisiger Bach bei Niederthai"
Auf dem Hinweg nutzten wir den Umhausener Höhenweg. Mit zunehmender Höhe lag mehr Schnee auf dem Forstweg, manchmal eine dünne Schicht mit Eis darunter. Wir kamen dennoch gut voran, zum Schluß kam ein kurzer steiler und sehr rutschiger Pfad, bergauf aber machbar, und bald schon sahen wir die ersten Häuser von Niederthai. Wir durchquerten den Ort und landeten im Hotel Falkner Hof zum Mittagessen. Nach Sonnenschein am Morgen war der Himmel überwiegend bewölkt am Nachmittag, aber die Sonne schaute immer wieder hervor.
Blick hinunter nach Umhausen
"Blick hinunter nach Umhausen"
Gestärkt mit Suppe und Radler traten wir den Rückweg an, diesemal über die Alte Niederthaier Strasse. Wir kamen oberhalb am Stuibenfall vorbei und machten einen Abstecher zu den wilden Eiswassern oberhalb des großen Falls. Hier war Vorsicht geboten, teilweise machten größere Eisflächen das Vorankommen schwierig. Auch auf dem weiteren Abstieg hieß es aufpassen: an einer Stelle war der Weg auf der gesamten Breite komplett vereist, hier half nur noch der Hosenboden; ansonsten fand sich meist verharschter Schnee oder blanke Erdstreifen, auf denen man gut laufen konnte.
Auf vereistem Weg
"Auf vereistem Weg"
Wohlbehalten erreichten wir wieder das Tal und kehrten abermals ins Cafe Oetztalerei ein, bevor es zurück zum Hotel ging und der Abend mit einem weiteren leckeren Abendessen abgeschlossen wurde.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Soonwaldsteig 2014 – 6. Etappe

Die letzte Etappe auf dem Soonwaldsteig vom Jägerhaus nach Bingen war nicht mehr lang.

Soonwaldsteig durchs Grüne
"Soonwaldsteig durchs Grüne"
Es war morgens um 10:15 Uhr als wir uns von Maggie, dem Haus-Hund, und den Wirtsleuten vom Jägerhaus verabschiedeten. Anders als gestern führte der Weg direkt unterhalb des Jägerhauses entlang ins Morgenbachtal. Die Sonne trat hervor und tauchte den dichten Wald hier in ein sattes Grün, während links von uns der Bach friedlich vor sich hin plätscherte. Ein Moment, wie er nie zu Ende gehen sollte.

Blick vom Soonwaldsteig nach Assmannshausen
"Blick vom Soonwaldsteig nach Assmannshausen"
Als wir wieder den Eselspfad erreichten zeigte uns ein Wegweiser 13 km als Entfernung nach Bingen an. Wieder stiegen wir den Bergpfad empor, ließen die Burg Rheinstein links liegen und wanderten weiter oberhalb des Rheins aus Bingen zu, das nun schnell näher kam. Dabei hatten wir immer wieder herrliche Ausblicke auf den Rhein, auf Assmannshausen auf der anderen Rheinseite, bald dann auf die Burg Ehrenfels gegenüber von Bingen und die Insel mit dem Mäuseturm.

Bingen, wir kommen !
"Bingen, wir kommen !"
Um 14:15 Uhr hatten wir das Ende des Soonwaldsteigs erreicht, der bei der Jugendherberge den Wald verläßt. Ein guter halber Kilometer trennte uns noch vom Bahnhof, wo wir einen Regionalzug nach Mainz bestiegen und auf der Fahrt Gelegenheit hatten all die auf dieser Wanderung gesammelten Eindrücke nochmal zu verarbeiten.

Ein weiterer Fernwanderweg geschafft, wir sind schon gespannt auf unsere nächstes Projekt !

Montag, 22. Dezember 2014

Soonwaldsteig 2014 – Rhein-Burgen-Weg

Heute wollten wir den 16 km langen Rhein-Burgen-Rundweg erwandern, der am Forsthaus Jägerhaus beginnt und ähnlich wie die Hahnenbachtaltour zu gut der Hälfte dem Soonwaldsteig folgt.

Auf dem Burgenweg
"Auf dem Burgenweg"
Im Forsthaus Jägerhaus  gefiel es uns so gut, insbesondere auch nach dem reichhaltigen Frühstück an diesem Morgen, daß wir hier gerne noch einen Tag übernachten wollten.

Der Burgenweg führte uns zunächst ein Stück zurück Richtung Lauschhütte, zweigte dann aber nach rechts ab und verlief über einen Umweg durch den Wald zum Gerhardshof. An diesem vorbei ging es nun über eine Wiese und dann bergab ins Morgenbachtal und zum Eselsweg.

Blick von Burg Rheinstein
"Blick von Burg Rheinstein"
Wieder ansteigend erreichten wir einen schönen Aussichtspunkt mit Blick auf den Rhein und Burg Reichenstein, dann später die Burg Rheinstein.

Dort bezahlten wir den Eintritt, denn heute hatten wir mal Zeit diese Burg ausgiebig zu besichtigen. Und der Besuch lohnt, nicht nur wegen des an die Burgmauer geschmiegten und oberhalb eines Weinbergs liegenden Cafes, sondern auch wegen den Ausstellungsstücken in den Burgräumen und den vielen schönen Perspektiven, von denen man auf die Gemäuer der Burg und hinunter zum Rhein schauen kann.

Auf Burg Rheinstein
"Auf Burg Rheinstein"
Besonders beeindruckte mich die Küche mit Einbauherd und Backofen ! Eine schmale Eisentreppen führte auf ein winziges Türmchen mit weiteren tollen Ausblicken.

Es war nach 15:00 Uhr, als wir unsere Wanderung nach einer Vesper im Burgcafe fortsetzten, vorbei an dem leider stillgelegten Schweizer Haus , noch ein Stück weiter am Rhein entlang zum ebenfalls geschlossenen Forsthaus Heiligkreuz, dann durch den Wald zurück in Richtung Jägerhaus, eine Hängebrücke überquerend und mit einem weiteren interessanten Stopp, der ausgegrabenen Römischen Villa Rustica.

Backofen an der Villa Rustica
"Backofen an der Villa Rustica"
Von dort ging es an einer Feriensiedlung vorbei zurück zum Jägerhaus, wo wir so um 18:00 Uhr eintrafen.